Ein mutmaßlicher Serieneinbrecher ist der Polizei ins Netz gegangen: Ein mittlerweile 18-jähriger Kroate soll für insgesamt zwölf Einbruchsdiebstähle in Wien, Niederösterreich und Oberösterreich verantwortlich sein. Der Schaden beträgt rund 35.000 Euro. Nach einem Europäischen Haftbefehl wurde der junge Mann in Belgien festgenommen und nach Österreich ausgeliefert.
Bereits am 16. Februar 2026 war der damals 17-Jährige nach einem Wohnhauseinbruch in Perchtoldsdorf (Bezirk Mödling) von der Polizei auf frischer Tat geschnappt worden. Er hatte Bargeld und Schmuck im mittleren vierstelligen Eurobereich erbeutet. Die Beute wurde sichergestellt, der Jugendliche auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt jedoch auf freiem Fuß angezeigt.
Weitere Ermittlungen des Landeskriminalamtes Niederösterreich brachten den Verdächtigen mit insgesamt zwölf Wohnhauseinbrüchen zwischen Februar und April 2026 in Verbindung. Vier davon blieben beim Versuch.
Neun Taten ereigneten sich in Oberösterreich, davon drei in Linz und sechs im Bezirk Linz-Land. Zwei weitere Einbrüche wurden im Bezirk Mödling verübt, einer in Wien versucht. Die Täter hatten es vor allem auf Bargeld und Schmuck abgesehen. Der Gesamtwert der Beute beläuft sich laut Polizei auf rund 35.000 Euro.
Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt erließ schließlich einen Europäischen Haftbefehl. Am 20. Oktober klickten für den mittlerweile 18-Jährigen in Belgien die Handschellen. Am 29. Oktober wurde er nach Österreich ausgeliefert.
Bei seiner Einvernahme durch das Landeskriminalamt verweigerte der Beschuldigte die Aussage. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde er in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert.