Der Traum vom eigenen Haus ist für viele Österreicher kaum noch leistbar. Doch wer bei der Lage flexibel ist, kann sich viel Geld sparen. Eine aktuelle Auswertung der Einfamilienhausverkäufe im ersten Halbjahr 2026 von REMAX zeigt: Zwischen den teuersten und günstigsten Bezirken Österreichs liegen Welten.
Besonders günstig ist das Wohnen im Waldviertel. Im Bezirk Waidhofen an der Thaya lag der typische Kaufpreis für ein Einfamilienhaus bei gerade einmal 121.883 Euro. Im Bezirk Gmünd waren es 127.182 Euro, in Zwettl 145.742 Euro.
Wie gewaltig die Unterschiede sind, zeigt ein Blick nach Tirol. Im Bezirk Kitzbühel wechselten Einfamilienhäuser im ersten Halbjahr 2026 um einen typischen Preis von 1.270.698 Euro den Besitzer.
Das bedeutet: Um den Preis eines Hauses in Kitzbühel könnte man sich rechnerisch mehr als zehn Häuser in Waidhofen an der Thaya kaufen.
Auch in Wien-Hietzing müssen Käufer tief in die Tasche greifen. Dort lag der typische Hauspreis bei 1.061.937 Euro. In Salzburg-Stadt waren es 915.901 Euro, in Bregenz 767.380 Euro.
Noch überraschender wird es beim Blick auf die günstigsten Immobilien. Im Bezirk Waidhofen an der Thaya kostete ein Viertel aller verkauften Einfamilienhäuser weniger als 71.250 Euro.
In Gmünd lag diese Preisgrenze bei 71.504 Euro, in Zwettl bei 74.502 Euro.
Allerdings ist dabei Vorsicht geboten: Die Statistik sagt nichts darüber aus, in welchem Zustand sich diese Häuser befinden. Gerade bei besonders günstigen Immobilien können zusätzliche Kosten für Sanierungen anfallen.
Auch beim Vergleich der Bundesländer zeigen sich enorme Unterschiede. Das Burgenland bleibt mit einem typischen Kaufpreis von 225.557 Euro das günstigste Bundesland Österreichs.
Dahinter folgen die Steiermark mit 288.831 Euro und Niederösterreich mit 290.842 Euro.
Am teuersten ist mittlerweile Tirol. Dort müssen Hauskäufer im typischen Fall 729.912 Euro bezahlen. Wien folgt mit 719.277 Euro, Vorarlberg mit 662.733 Euro und Salzburg mit 638.013 Euro.
Trotz der hohen Preise erlebt der österreichische Einfamilienhausmarkt einen regelrechten Boom. Im ersten Halbjahr 2026 wurden österreichweit 6.400 Einfamilienhäuser verkauft. Das sind um 26,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und so viele wie noch nie in einem ersten Halbjahr seit Beginn der Auswertung 2009.
Der typische Kaufpreis stieg dabei um 3,7 Prozent auf 349.536 Euro.
Ein Grund für die steigende Nachfrage: Für viele Interessenten ist ein Neubau mittlerweile kaum noch finanzierbar. Stattdessen werden bestehende Häuser gekauft und nach und nach saniert.