Laut einer aktuellen Umfrage von ImmoScout24 (1.000 Interviews) stehen den Österreichern im Schnitt 113 Quadratmeter mit 3,8 Zimmern zur Verfügung. Am häufigsten sind allerdings Wohnungen und Häuser mit 70 bis 89 Quadratmetern. Insgesamt leben 55 Prozent der Befragten in einer Eigentumsimmobilie, 28 Prozent zur Miete.
Besonders deutlich wird der Unterschied beim Blick auf die Bundeshauptstadt. In Wien müssen die Menschen mit durchschnittlich 75 Quadratmetern auskommen. Das sind ganze 38 Quadratmeter weniger als im Österreichschnitt.
Auch ein eigenes Haus bleibt für die meisten Wiener die Ausnahme. Rund 90 Prozent leben in einer Wohnung. Nur jeder Fünfte wohnt in einer Eigentumsimmobilie, während 44 Prozent zur Miete leben. Weitere 19 Prozent wohnen in einer Genossenschaftswohnung und 17 Prozent in einer Gemeindewohnung.
Und auch beim Platz im Freien schaut es für viele schlecht aus: 42 Prozent der befragten Wiener haben weder Garten noch Balkon oder eine andere Freifläche.
Ganz anders sieht die Wohnsituation in Teilen Österreichs aus. Vor allem in Kärnten, Niederösterreich und Oberösterreich haben die Menschen deutlich mehr Platz.
So groß wohnen die Befragten im Durchschnitt:
Bundesland Wohnfläche
Kärnten 132 m²
Niederösterreich 131 m²
Oberösterreich 129 m²
Tirol 119 m²
Steiermark 115 m²
Vorarlberg 102 m²
Wien 75 m²
In Niederösterreich und Oberösterreich leben jeweils rund zwei Drittel der Befragten in einem Haus. Auch Eigentum ist hier besonders verbreitet: In Niederösterreich sind es 66 Prozent, in Oberösterreich sogar 68 Prozent.
Noch höher liegt der Eigentumsanteil allerdings in Tirol. Dort wohnen 70 Prozent der Befragten in den eigenen vier Wänden.
Wie groß Du wohnst, hängt laut Studie nicht nur vom Bundesland ab, sondern vor allem davon, wie viele Menschen in Deinem Wohnort leben.
In kleinen Gemeinden mit höchstens 5.000 Einwohnern stehen den Befragten durchschnittlich 142 Quadratmeter zur Verfügung. In Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern sind es nur noch 97 Quadratmeter. Wien liegt mit 75 Quadratmetern nochmals deutlich darunter.
Auch beim Eigenheim zeigt sich ein klares Stadt-Land-Gefälle. In kleinen Gemeinden wohnen 72 Prozent in einem Haus. In größeren Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern sind es dagegen nur 28 Prozent.
Wer am Land wohnt, hat außerdem deutlich bessere Chancen auf einen eigenen Garten, Balkon oder eine Terrasse.
In Gemeinden mit höchstens 20.000 Einwohnern haben lediglich vier Prozent der Befragten überhaupt keine Freifläche. In Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern steigt dieser Anteil auf 16 Prozent.
In Wien sind es sogar 42 Prozent. Damit müssen mehr als vier von zehn Befragten in der Hauptstadt ganz ohne privaten Platz im Freien auskommen.
Österreichweit verfügen dagegen 86 Prozent der Befragten über eine Freifläche.
Für die Wohnstudie wurden im Jänner 2026 insgesamt 1.000 Menschen zwischen 18 und 69 Jahren in Österreich online befragt. Die Ergebnisse sind für diese Altersgruppe repräsentativ.