Vier Verletzte im Spital

Großbrand in Wohnhaus – jetzt steht Ursache fest

Dichter Rauch und Sorge vor Explosionen: Ein Wohnungsbrand wurde für Dutzende Menschen zum Albtraum. Jetzt ist klar, wie das Feuer ausbrach.
Victoria Carina  Frühwirth
29.12.2025, 18:01
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Ein Wohnungsbrand in Wiener Neudorf (Bezirk Mödling, NÖ) hat am Wochenende zahlreiche Bewohner eines Mehrparteienhauses aufgeschreckt. Was zunächst nach einem begrenzten Feuer aussah, entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zu einem Großeinsatz von Feuerwehr, Rettung und Polizei.

Wohnung stand in Vollbrand

Gegen 9.45 Uhr wurden am Sonntag, dem 28. Dezember, mehrere Polizeistreifen und Einsatzkräfte zu dem Gebäude am Reisenbauer-Ring gerufen. Während die Evakuierung der Bewohner lief, breitete sich das Feuer weiter aus.

Die betroffene Wohnung stand bald in Vollbrand, die Flammen griffen auf die darüberliegende Wohnung sowie auf Teile der Fassade über. Dichter Rauch machte den Einsatz für die Helfer zusätzlich schwierig.

"Heute" sprach mit dem Anrainer Karl-Michael Kramer (47), der das Feuer vor Ort miterlebte. "Ich gehe davon aus, dass das Haus wie die anderen Häuser in der Wohnanlage auch eine Gastherme hat. Ich dachte mir deshalb, jeden Moment wird es einen Knall geben und im Haus wird etwas explodieren." Er habe nur auf den "Tuscher" gewartet. Dazu kam es letztlich aber nicht.

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Bewohner aus verrauchten Wohnräumen gerettet

Insgesamt neun Feuerwehren aus der Umgebung rückten mit Atemschutztrupps, Drehleitern und Hubsteigern an. Bewohner mussten teilweise aus ihren Wohnungen geführt werden, auch eine bettlägerige Frau und ein Hund wurde von Einsatzkräften in Sicherheit gebracht.

Vier Personen wurden mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in das Landesklinikum Mödling gebracht. Erst gegen 12.10 Uhr konnte die Feuerwehr schließlich "Brand aus" melden. Die Nachlöscharbeiten zogen sich noch über Stunden hinaus.

Ermittlungen geben neue Erkenntnisse

Ein hinzugezogener Bausachverständiger stellte fest, dass keine Einsturzgefahr für das Gebäude besteht. Dennoch konnten mehrere Betroffene – es waren insgesamt 26 – vorerst nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Während des Einsatzes kamen sie in Schutzräumen eines Kindergartens unter, mittelfristig organisierte die Marktgemeinde Wiener Neudorf für die Betroffenen Notunterkünfte.

Nun hat auch das Landeskriminalamt Niederösterreich neue Erkenntnisse zur Brandursache vorgelegt. Demnach gilt eine offene Flamme im Bereich des Kochfeldes als wahrscheinlichster Auslöser. Diese dürfte im Zuge eines Kochvorgangs entstanden sein.

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