Vier Verletzte im Spital

Wohnhaus stand in Flammen: So erlebte Zeuge das Drama

Nach dem Großbrand in einem Wohnhaus am Sonntag schildert ein Anrainer sein Erlebnis. Er fürchtete sogar eine Explosion des Wohnblocks.
Victoria Carina  Frühwirth
29.12.2025, 05:15
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Mehrere Verletzte forderten die Flammen und Rauchschwaden am Sonntag in Wiener Neudorf (Bezirk Mödling). Karl-Michel Kramer (47) war als Anrainer vor Ort und erlebte das Geschehen mit seinem sechsjährigen Sohn aus nächster Nähe.

Feuer breitete sich schnell aus

Dichte Rauchschwaden quollen am Sonntag aus einer Wohnung jenes Mehrparteienhauses am Reisenbauer-Ring. Flammen drohten, sich über den Balkon bis in andere Wohnbereiche auszubreiten.

„Ich dachte mir, jeden Moment wird es einen Knall geben und im Haus wird etwas explodieren.“
Karl-Michael Kramer, 47Augenzeuge des Großbrands

Kramer wohnt neben dem betroffenen Gebäude. Im "Heute"-Gespräch erzählt er von den Schreckensmomenten: "Als ich die Feuerwehr-Sirenen gehört habe, hat es mich gerissen. Ich habe gleich die Fenster geschlossen, als ich den dichten Rauch gesehen und auch sofort gerochen habe."

"Der Rauch war ein Wahnsinn, durch die Schwaden war nicht einmal der Parkplatz vor der Tür zu sehen", erzählt der 47-Jährige weiter.

Flammen lösten Angst vor Gas-Explosion aus

Dazu kam der Wind, der die Glutnester weiter aktiv hielt, so Kramer. Der 47-Jährige arbeitet selbst als Ambulanzleiter bei der Rettung in Wien, passte aber an dem Tag allein auf seinen sechsjährigen Sohn auf. Kramer im "Heute"-Talk: "Mein Sohn liebt Feuerwehrautos, aber er hatte schon Angst, als er den ganzen Rauch erlebt hat."

Besonders die mögliche Explosionsgefahr ließ den Anrainer nicht los. "Ich gehe davon aus, dass das Haus wie die anderen Häuser in der Wohnanlage auch eine Gastherme hat. Ich dachte mir deshalb, jeden Moment wird es einen Knall geben und im Haus wird etwas explodieren." Er habe nur auf den "Tuscher" gewartet. Dazu kam es letztlich aber nicht.

Bewohner aus Stockwerken gerettet

Die Feuerwehr konnte eine Ausbreitung des Wohnungsbrandes verhindern. Mehrere Bewohner wurden aus den vier Stockwerken über dem Brandherd gerettet – dazu zählen eine bettlägerige Frau und ein Hund. Insgesamt waren 26 Personen direkt vom Brand betroffen, vier Menschen mussten leicht verletzt ins Spital gebracht werden. Wie später bekannt wurde, erlitten einige Bewohner eine Rauchgasvergiftung.

Der Ambulanzleiter im Rettungsdienst rechnet mit erheblichen Folgen: "Aus meiner Erfahrung gehe ich davon aus, dass es nach dem Brand ordentliche Wasserschäden gibt, wahrscheinlich bis in den Keller hinunter, so viel, wie da gelöscht werden musste."

180 Personen im Einsatz

Am Ende überwiegt für ihn ganz klar der Dank: "Ich muss mich bei den Einsatzkräften bedanken, den vielen freiwilligen Helfern bei der Feuerwehr, und auch bei Rettung und Polizei. Alle waren so schnell vor Ort und haben sofort geholfen."

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Insgesamt standen über 180 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettung und Polizei im Einsatz. Neun Feuerwehren löschten das Feuer mit Atemschutz, Drehleiter und Hubsteiger.

Die Brandgruppe des Landeskriminalamts hat die Ermittlungen zur Brandursache bereits aufgenommen. Die Feuerwehr vermutet zunächst einen technischen Defekt eines Küchengeräts als Brandherd.

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