Im prächtigen Festsaal des Wiener Rathauses reiht sich ein runder Tisch an den nächsten. Rotwein (oder doch lieber Weißwein?) steht bereit, dazu gibt's deftige österreichische Küche. Inmitten dieser urig-wienerischen Atmosphäre werden am Mittwochabend (4. November) herausragende Leistungen in Kunst, Kultur, Wissenschaft und Forschung gefeiert.
Charmant und mit dem ein oder anderen Witz auf den Lippen führte Moderatorin Teresa Vogl durch den Abend. Für besonders emotionale Momente sorgte die Band ELSA: Sängerin Elsa Steixner füllt mit ihrer Stimme den Festsaal und berührt mit ihrer unverfälschten Art. Begleitet wird sie von Julian Bazzanella am Keyboard.
Doch nicht nur musikalisch gibt es Gänsehautmomente. Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler überreicht im Namen von Bürgermeister Michael Ludwig die begehrten Preise der Stadt Wien.
Besonders im Rampenlicht steht Publizistin Ingrid Brodnig, die für ihre Arbeit rund um Hass im Netz und Desinformation ausgezeichnet wird. In ihrer Festrede mahnt sie: "Wir leben in einer Zeit, in der der Lauteste oder der Provokanteste oft den Ton angibt."
Und auch finanziell dürfen sich die Ausgezeichneten freuen: Die Preise der Stadt Wien sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert, die Förderungspreise mit 5.000 Euro.
Den Arnold-Schönberg-Preis 2026 erhält Komponistin Mirela Ivičević. Großen Applaus gibt es außerdem für die Aids Hilfe Wien, den Verein Kreativ am Werk und die Wiener Frauenhäuser, die mit den Dr.-Karl-Renner-Preisen 2025 geehrt werden.
Ein Abend voller großer Ideen, bewegender Stimmen und Wiener Herzlichkeit. Denn eines wird im Rathaus deutlich: Diese Stadt hat nicht nur Schmäh, sondern auch jede Menge Herz und Hirn!