Klassik-Highlight

Wiener Philharmoniker und Muti spielen für den Papst

Nach 22 Jahren kehrt Stardirigent Riccardo Muti mit den Wiener Philharmonikern zu einem berühmten Musikfestival in Rom zurück.
05.11.2026, 14:13
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Stardirigent Riccardo Muti steht nach 22 Jahren erstmals wieder beim Internationalen Festival für sakrale Musik in Rom am Dirigentenpult. Gemeinsam mit den Wiener Philharmonikern eröffnet er am 21. November die 25. Ausgabe des renommierten Festivals.

Der Schauplatz könnte kaum beeindruckender sein: Um 21 Uhr beginnt das große Eröffnungskonzert in der Papstbasilika St. Paul vor den Mauern. Schon 2004 hatte Muti dort die Wiener Philharmoniker dirigiert. Nun kommt es zum lang erwarteten Wiedersehen.

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Mozart sorgt für Gänsehaut

Für den besonderen Abend haben sich Muti und die Wiener Philharmoniker Wolfgang Amadeus Mozart verschrieben. Auf dem Programm stehen die berühmte Krönungsmesse KV 317 und das bewegende Werk "Ave verum corpus" KV 618.

Auch bei den Solisten ist Österreich prominent vertreten: Neben Sopranistin Rosa Feola, Mezzosopranistin Nina van Essen und Tenor Giovanni Sala wird der österreichische Bass Alexander Grassauer auf der Bühne stehen. Begleitet werden die Musiker vom Chor der Kathedrale von Siena. Für einen besonders feierlichen Moment sorgt zudem die Musikkapelle der vatikanischen Gendarmerie, die die päpstliche Hymne spielen wird.

Konzert wird sogar dem Papst gewidmet

Das Festival dauert vom 21. bis 24. November und bringt internationale Spitzenmusiker in die bedeutendsten Kirchen Roms und des Vatikans. Ein Höhepunkt wartet bereits am 22. November: Der spanische Chor Escolanía del Escorial tritt in der Basilika St. Paul vor den Mauern auf. Das Konzert ist Papst Leo XIV. gewidmet.

Am 23. November folgt das Oxford Philharmonic Orchestra mit Monteverdis berühmter "Marienvesper" in der Basilika Santa Maria Maggiore. Zum großen Abschluss am 24. November übernimmt erneut Mozart die Hauptrolle. In der Kirche Sant'Ignazio di Loyola tritt das Salzburger Quartett der Stiftsmusik St. Peter gemeinsam mit Sopranistin Ekaterina Krasko auf. Die musikalische Leitung hat der Innsbrucker Dirigent Peter Peinstingl.

Die Jubiläumsausgabe steht unter einem besonderen Zeichen: Gefeiert werden auch der 400. Jahrestag der Weihe des Petersdoms und der 800. Todestag des heiligen Franz von Assisi. Hinter dem Festival steckt mehr als ein musikalisches Großereignis. Die Veranstalter wollen mit sakraler Musik ein Zeichen für den Frieden setzen. Einnahmen und Spenden sollen außerdem bei der Restaurierung historischer Kirchen und wertvoller Kunstwerke helfen.

red, 05.11.2026, 14:13