Teurer Wien-Besuch

Großes Pech! Mann geht essen, kassiert 50-Euro-Strafe

Ein Burgenländer parkte bei einem Besuch in Wien sein Auto in der Wiener Brigittenau. Trotz ausgefüllten Parkscheins kassierte er einen Strafzettel.
Maxim Zdziarski
15.09.2026, 11:38
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Ein gemeinsames Mittagessen in der Wiener Brigittenau endete für "Heute"-Leser Andreas mit ordentlich Ärger. Ende August war der Burgenländer mit seiner Frau und seinem Baby bei einer Bekannten eingeladen. Weil zunächst kein Parkplatz direkt vor dem Wohnhaus frei war, stellte er sein Auto etwas weiter entfernt ab und löste über EasyPark einen Parkschein für die maximal mögliche Dauer von zwei Stunden.

Das Mittagessen dauerte schließlich etwas länger als geplant. Weil die Parkzeit langsam auslief, machte sich Andreas auf den Weg zu seinem Auto. Seine Frau blieb mit dem Baby noch bei den Bekannten zu Hause.

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Als Andreas mit dem Auto zurückkam, war plötzlich direkt vor dem Haus ein Parkplatz frei. Er stellte sein Auto dort ab und wollte anschließend noch einmal in die Wohnung gehen, um seiner Frau beim Tragen zu helfen.

Aus diesem Grund versuchte er über die EasyPark-App einen 15-minütigen Parkschein zu aktivieren. Doch die App ließ dies zunächst nicht zu. Wenig später probierte es der Wiener erneut – diesmal mit Erfolg. Um 14.11 Uhr wurde der Parkschein aktiviert.

Bei seiner Rückkehr zum Auto folgte jedoch die böse Überraschung: Ein Parksheriff hatte das Fahrzeug bereits kontrolliert, an der Windschutzscheibe hing ein Strafzettel. Besonders bitter: Auch auf der Beanstandung war als Kontrollzeitpunkt 14.11 Uhr vermerkt – also exakt jene Minute, in der Andreas seinen Parkschein aktiviert hatte.

Keine Kulanzlösung möglich

Der Wiener wandte sich daraufhin an das Magistrat und bat um Verständnis für die Situation. Eine unkomplizierte Kulanzlösung gab es dennoch nicht. Laut Andreas wurde ihm mitgeteilt, dass eine genauere Prüfung nur möglich sei, wenn er die Strafe zunächst nicht bezahlt und damit ein Verfahren eingeleitet wird. Das Risiko möglicher zusätzlicher Kosten war ihm jedoch zu groß – daher bezahlte er die Strafe.

"Ich verstehe, dass die Kontrolle formal rechtmäßig gewesen sein kann. Trotzdem hätte ich mir in diesem konkreten Fall etwas mehr Spielraum gewünscht", zeigt sich der Wiener enttäuscht.

Schlechte Chancen für Autofahrer

ÖAMTC-Verkehrsexperte Matthias Nagler bestätigt gegenüber "Heute", dass solche Fälle keineswegs selten sind: "Immer wieder kommt es zu Strafen, die in derselben Minute ausgestellt werden."

Auch die Rechtsprechung sei laut ÖAMTC-Jurist Nikolaus Authried streng. Wer sich vom Fahrzeug entfernt, habe in einem Verfahren häufig schlechte Karten. "Wir raten den Autofahrern, den Parkschein immer im Auto beziehungsweise unmittelbar beim Fahrzeug einzulösen und die Bestätigung abzuwarten", erklärt Authried.

Vor Gericht werde den Wahrnehmungen des Parksheriffs in der Regel großes Gewicht beigemessen. Für Andreas bleibt damit eine bittere Erkenntnis: Die 50 Euro Strafe hat er wohl oder übel an die MA 67 überweisen müssen – obwohl er sich keiner Schuld bewusst ist.

zdz,Akt. 15.09.2026, 11:39, 15.09.2026, 11:38