Prozess gegen Clan

Großfamilien-Kinder mussten im Disneyland stehlen gehen

Mehrjährige Haftstrafen und Einreiseverbot wurden für Familienmitglieder nach Kinder-Ausbeutung und Diebstählen bei Touristen in Frankreich verhängt.
Newsdesk Heute
23.09.2026, 22:07
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Vor Gericht in Frankreich stehen mehrere Mitglieder einer Großfamilie. Die volljährigen Söhne des Paares und weitere Familienmitglieder müssen für fünf bis sieben Jahre ins Gefängnis. Zusätzlich bekamen die Angeklagten aus Bosnien ein dauerhaftes Einreiseverbot.

Das Gericht ist überzeugt, dass die Angeklagten mehrere Kinder, auch ihre eigenen, sowie junge Frauen unter Drohungen mit körperlicher und sexueller Gewalt losgeschickt haben, damit sie Touristen bestehlen. Sie wurden in Gruppen zu den Tatorten gebracht, vor allem zum Vergnügungspark Disneyland, zum dortigen Bahnhof und zum Flughafen Charles de Gaulle in Paris.

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Wie "NTV" berichtet, waren die Angeklagten sehr organisiert unterwegs. Die Staatsanwaltschaft sagte im Prozess: Die jetzt Verurteilten hätten die Minderjährigen "benutzt, um sich Straflosigkeit zu sichern". Einige der Angeklagten seien früher selbst als Kinder zum Stehlen losgeschickt worden. "Sie wurden von Opfern zu Tätern", betonte die Staatsanwaltschaft.

Durchschnittlich 25.000 Euro pro Tag

Die Anklage erinnerte auch daran, dass es 2013 und 2025 schon Prozesse wegen Menschenhandels gegen andere Mitglieder dieser Großfamilie gegeben hat.

Laut Ermittlern kamen die Kinder auf eine Beute von durchschnittlich 25.000 Euro pro Tag, die sie an die männlichen Familienmitglieder übergeben mussten. Diese lebten auffällig, zeigten sich in Onlinediensten mit Geldbündeln und gingen oft in Spielcasinos, Luxushotels und teure Restaurants.

Die Angeklagten haben alle Vorwürfe vor Gericht abgestritten. Die betroffenen Kinder waren bei der Verhandlung nicht dabei. Einige von ihnen leben inzwischen in Pflegefamilien.

red,23.09.2026, 22:07