Grüne Josefstadt: Neuer Chef verspricht 500 neue Bäume

Martin Fabisch
Martin FabischzVg
"Halten, was wir versprochen haben", lautet das Motto von Martin Fabisch. In "Heute" verrät der neue Bezirksvorsteher der Josefstadt seine Pläne.

Es war spannend bis zuletzt, Montagabend dann das Ergebnis: Mit einem Vorsprung von 385 Stimmen haben die Grünen die amtierende Bezirkschefin Veronika Mickel-Göttfert (ÖVP) auf Platz 2 verwiesen (wir berichteten). Damit ist das schwarze bzw. türkise Zwischenspiel in der Josefstadt nach zehn Jahren zu Ende. Der Grüne Spitzenkandidat Martin Fabisch hat den Bezirk erfolgreich zurückgeholt. "Wir sind überwältigt", jubelten die Gewinner auf Facebook.

Auch einen Tag danach kann es Fabisch noch nicht ganz fassen. Der gebürtige Steirer ist seit fünfzehn Jahren bei den Grünen aktiv, seit zehn Jahren engagiert er sich als Bezirksrat in der Josefstadt. Seinen Brotberuf in der Telekommunikationsbranche muss der 52-Jährige fürs Weitere an den Nagel hängen, Gespräche mit seinem Arbeitgeber hat er bereits geführt, weitere werden noch folgen. Derzeit ist Fabisch noch im Home Office und versucht alles unter einen Hut zu bringen.

Mehr Grün, Lösung für Anrainerparken

Seine Pläne für die Josefstadt sind jedenfalls schon konrekt: "Wir halten uns daran, was wir versprochen haben", so Fabisch. Im Wahlkampf hat der Wiener eine Verdoppelung der Bäume versprochen, dieses Versprechen will er jetzt einlösen. Die Josefstadt ist der Bezirk mit den geringsten Grünflächen, hier sollen 500 neue Bäume für ein angenehmes Klima sorgen. Im Gegenzug sollen auch Parkplätze wegfallen. Nachdem der Pkw-Bestand pro Kopf in der Josefstadt laut Fabisch aber zurück gehe, sieht er darin keine Problematik. "Es ist legitim, den öffentlichen Raum Fußgängern zur Verfügung zu stellen", so der Neo-Bezirksvorsteher.

Für Autofahrer will Fabisch Rechtssicherheit in Sachen Anrainerparkplätze schaffen. Nachdem sich Mickel-Göfftert bislang dagegen verwehrt hat, die Zusatzschilder aufzuhängen, gibt es bislang keine reservierten Stellplätze für Anrainer.

Kein Geld für Weihnachtsbeleuchtung

Ganz oben auf seiner Agenda steht für Fabisch auch die Josefstädter Straße. Sie soll zur Begegnungszone und damit verkehrsberuhigt werden. Wichtig ist ihm dabei: "Fußgänger und Autofahrer nicht gegeneinander ausspielen". 

Zentral für den Grün-Politiker sei es auch, "klimaschädliche Projekte" kritisch zu hinterfragen. Jeder Budgetposten soll demnach geprüft werden, ob er ökologisch sinnvoll ist. Eine Weihnachtsbeleuchtung wird jedenfalls nicht gekauft oder subventioniert. "Auch wenn sie schön anzusehen ist", so Fabisch.

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