Umstrittener Auftritt

Grüne warnen vor Identitären-Treff in "Castell Aurora"

In Steyregg ist erneut ein einschlägiger Vortrag geplant. Die Grünen warnen - das Haus steht schon länger im Visier.
Oberösterreich Heute
12.02.2026, 13:26
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Im "Castell Aurora" in Steyregg bei Linz soll im April wieder ein umstrittener Vortrag stattfinden. Eingeladen ist ein deutscher Referent mit einschlägigem Hintergrund. Für die Grünen ist klar: Hier vernetzt sich die rechtsextreme Szene weiter.

Die grüne Extremismussprecherin im Landtag, Anne-Sophie Bauer, findet in einer Aussendung deutliche Worte: "Wenn Rechtsextremisten andere Rechtsextremisten für rechtsextreme Vorträge einladen, ist das kaum verwunderlich. Aber wir dürfen uns damit nicht und niemals abfinden. Nicht die Gesellschaft, nicht das Land und allen voran nicht die verantwortliche Politik. Rechtsextremismus hat in Oberösterreich keinen Platz." Auch die Boten dürften keinen haben.

Anne-Sophie Bauer von den Grünen übt Kritik am Auftritt und an der Location in Steyregg.
Grüne OÖ

Ein Blick ins Netz zeigt laut Bauer eine brisante Vergangenheit des angekündigten Gastes: Ehemals Mitglied der NPD, der militanten Kameradschaft Wernigeroder Aktionsfront und der in Deutschland tätigen European White Knights of the Ku Klux Klan. Eine Mitgliedschaft im Klan habe er gerichtlich bestritten.

"Haus in Steyregg als Drehscheibe"

In weiterer Folge war er laut Grünen unter anderem Referent für die Desiderius-Erasmus-Stiftung der AfD und Mitarbeiter des vom Bundesamt für Verfassungsschutz als "gesichert rechtsextremistisch" eingestuften Kampagnenprojekts "Ein Prozent".

Für Bauer ist der geplante Auftritt mehr als nur ein einzelner Termin: "Sein Auftritt ist ein Puzzleteil in der internationalen Vernetzung des Rechtsextremismus und seine unsäglichen Vortrags-Tourismus. Ein Übel, für das das Identitären-Haus in Steyregg als breite Drehscheiben fungiert. Man weiß es, man kennt es. Aber es darf niemals akzeptierte Normalität werden. Es ist deren Ziel, aber das lassen wir nicht zu."

Das Gebäude in der Weißenwolffstraße steht bereits länger unter Beobachtung. Schon 2023 wurde dem Haus im überarbeiteten Aktionsplan gegen Extremismus des Landes "besondere Aufmerksamkeit" gewidmet. Seit mehr als vier Jahren dient das ehemalige Bierlokal der Identitären Bewegung als Treffpunkt, die das Haus als "konservatives Zentrum" bezeichnet.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 12.02.2026, 13:39, 12.02.2026, 13:26
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