Erling Haaland sorgt vor dem WM-Viertelfinale zwischen Norwegen und England am Samstagabend für Diskussionen. Der Stürmerstar erklärte die "Three Lions" öffentlich zum großen Titelkandidaten – und forderte die englischen Medien sogar dazu auf, zusätzlichen Druck auf die Mannschaft auszuüben.
"Ich denke, es gibt einige klare Favoriten. England ist einer davon", sagte Haaland nach dem jüngsten Norwegen-Training. Seine Botschaft an die anwesenden Journalisten: "Jeder von euch sollte Druck auf die englischen Jungs ausüben!"
Damit nicht genug. Gegenüber "Sky Sport News" richtete der Angreifer auch noch eine Botschaft an die englischen Fans. "Sie sollten demütig bleiben – aber sie sollten definitiv selbstbewusst sein, dass sie weiterkommen."
In England will man sich nicht auf die Spielchen von Haaland einlassen. Nico O’Reilly, Haalands Teamkollege bei Manchester City, wurde auf die Aussagen angesprochen und hatte sofort eine Vermutung. "Ja, Mind Games", antwortete der Verteidiger knapp.
Gleichzeitig warnte der England-Verteidiger davor, Norwegen auf Haaland zu reduzieren. "Sie sind eine gute Mannschaft. Das haben sie während des gesamten Turniers gezeigt. Es sind nicht nur einzelne Spieler, um die wir uns kümmern müssen."
Auch in den sozialen Netzwerken gehen Haalands Aussagen viral. Viele Fans fühlen sich dabei an Manchester-City-Trainer Pep Guardiola erinnert. Der Spanier ist dafür bekannt, vor großen Spielen den Gegner überschwänglich zu loben und die eigene Mannschaft kleinzureden. "Pep hat ihn gut trainiert" oder "Die Guardiola-Taktik schlechthin", heißt es in zahlreichen Kommentaren.
Auffällig ist tatsächlich: Schon vor dem Achtelfinale gegen Brasilien hatte Haaland die Erwartungen an Norwegen heruntergespielt. Anschließend schoss er sein Team mit zwei Treffern zum 2:1-Sieg.