Wie SRF berichtet, hat es in der Berner Gemeinde Köniz einen Cyberangriff auf die Kühlanlagen einer Fleischerei gegeben. Die elektronische Steuerung der Kühl- und Tiefkühlsysteme wurde manipuliert, was zu massiven Temperaturschwankungen geführt hat. Laut 20 Minuten hat Lütis Fleischwaren in einem Flugblatt informiert, dass die Anlage aus Sicherheitsgründen sofort vom Netz genommen wurde. Die Filiale musste vorübergehend zusperren, um jedes Risiko auszuschließen.
Nicht nur in der Schweiz gibt es solche Probleme: Auch in Supermärkten in Belgien, Estland, Finnland, Irland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Portugal, Rumänien und Schweden kam es in den vergangenen Tagen zu Störungen bei der Kühlung von Lebensmitteln.
In der Schweiz wurden auch beim Händler Coop Angriffsversuche festgestellt – aber ohne Erfolg, wie eine Sprecherin bestätigt. Coop setzt auf umfassende Sicherheitsmaßnahmen, die regelmäßig überprüft und weiterentwickelt werden. Aus Sicherheitsgründen gibt das Unternehmen keine Details preis. Auch zu den eingesetzten Kühlgeräten in den Filialen will Coop nichts sagen.
Wie die französische Blutbankverwaltung EFS am Dienstag berichtet, sind Hacker auch auf Blutbanken in Frankreich losgegangen. Am Montag wurde in drei Einrichtungen für Blutplasma die Temperatur massiv erhöht. Die französische Cybersicherheitsbehörde und das Gesundheitsministerium haben Ermittlungen eingeleitet.