Auch Wien betroffen

Bombenalarm bei 14 Flügen – Kampfjets steigen auf

Bombendrohungen sorgen europaweit für Flugumleitungen und Sicherheitsalarm. Mindestens 14 Flüge sind betroffen – auch in Wien.
05.11.2026, 13:35
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Eine Serie von Bombendrohungen sorgt am Donnerstag für Aufregung im europäischen Flugverkehr. Mehrere Passagiermaschinen müssen außerplanmäßig landen, auch der Flughafen Wien ist betroffen.

Ein Flug von Mailand nach Warschau endete am Donnerstag vorerst in Österreich. Ein Airbus A321 der Fluggesellschaft Wizz Air musste wegen einer Bombendrohung außerplanmäßig am Flughafen Wien landen.

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Die Maschine war zuvor vom Flughafen Mailand-Malpensa gestartet. Ob sie auf dem Weg nach Österreich von Kampfjets begleitet wurde, ist derzeit nicht bekannt. Auch gegen ein Flugzeug auf der Strecke von Helsinki nach Wien ging eine Bombendrohung ein.

Doch nicht nur Österreich ist betroffen. In mehreren europäischen Ländern wurden Passagiermaschinen umgeleitet oder nach ihrer Landung überprüft.

Kampfjets begleiten Flugzeug nach Frankreich

Besonders dramatisch verlief der Zwischenfall bei einem Aer-Lingus-Flug von Dublin nach Rom. Der Airbus A320-214 war um 6.25 Uhr mit 151 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern in der irischen Hauptstadt gestartet. Während des Fluges ging eine mutmaßliche Bombendrohung ein.

Daraufhin wurde die Maschine zum französischen Militärflugplatz Évreux in der Normandie umgeleitet. Das bestätigte das Büro des französischen Premierministers Sébastien Lecornu.

Auch die französische Luftwaffe wurde eingeschaltet. Kampfjets stiegen auf, um den Airbus zu begleiten. "Unser Einsatzteam startete, um das Flugzeug nach einer mutmaßlichen Bombendrohung abzufangen", erklärte die Luftwaffe gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Nach mehreren Warteschleifen landete das Flugzeug gegen 10 Uhr auf dem Militärstützpunkt. Alle 151 Reisenden und sechs Crewmitglieder mussten die Maschine verlassen. Anschließend begannen Spezialisten des Militärs, den Airbus auf mögliche Sprengsätze zu untersuchen.

Auch Flughafen Rom betroffen

Zur gleichen Zeit gab es einen weiteren Zwischenfall in Italien. Ein Flugzeug der finnischen Fluggesellschaft Finnair aus Helsinki wurde nach einer Bombendrohung von Kampfjets der italienischen Luftwaffe bis nach Rom begleitet.

Am Flughafen der italienischen Hauptstadt kam es offenbar zu einer vorübergehenden Unterbrechung des Flugbetriebs. Laut den veröffentlichten Abflugdaten starteten zwischen 10.15 und 10.45 Uhr keine Maschinen. Ob die Unterbrechung unmittelbar mit dem betroffenen Flug zusammenhing, ist nicht offiziell bestätigt.

Drei Flugzeuge in Bulgarien umgeleitet

Auch in Bulgarien mussten gleich mehrere Passagiermaschinen ihre geplanten Flugrouten ändern. Zwei Flüge aus Kopenhagen und Madrid landeten außerplanmäßig in Sofia. Ein weiteres Flugzeug aus London wurde zum Flughafen Plowdiw im Süden des Landes umgeleitet.

In Brüssel musste außerdem eine Maschine der polnischen Fluggesellschaft LOT wegen einer Bombendrohung außerplanmäßig landen.

Vier Bombendrohungen gegen Prag-Flüge

In Tschechien gingen am Donnerstag laut Polizei Drohungen gegen vier Flugzeuge ein, die auf dem Weg nach Prag waren. Die Behörden teilten auf X mit, dass die Maschinen nach ihrer Landung überprüft wurden. Sprengsätze konnten dabei nicht entdeckt werden.

Auch zwei Flüge der griechischen Fluggesellschaft Aegean waren betroffen. Gegen Maschinen aus Athen und Thessaloniki gingen ebenfalls Bombendrohungen ein. Anders als bei mehreren anderen Flügen konnten diese Flugzeuge ihre Reisen jedoch planmäßig beenden. Sie landeten laut der griechischen Zeitung "Protothema" an ihren vorgesehenen Zielflughäfen in Wien beziehungsweise Mailand.

Serie von Drohungen hält Europa in Atem

Bereits in den vergangenen Tagen waren mehrere europäische Fluggesellschaften mit ähnlichen Vorfällen konfrontiert. Unter anderem traf es Maschinen von LOT, SAS, Wizz Air und Ryanair. Die Drohungen führten zu Sicherheitskontrollen, Durchsuchungen und Flugumleitungen.

Bei den bislang berichteten Zwischenfällen wurden keine Sprengsätze gefunden. Auch Verletzte wurden nicht gemeldet.

Ob die aktuellen Bombendrohungen miteinander zusammenhängen, ist bislang nicht geklärt. Europäische Sicherheitsbehörden warnen seit Längerem vor sogenannten hybriden Bedrohungen, etwa durch Sabotage oder gezielte Störungen.

red, 05.11.2026, 13:35