Cyberangriff auf Supermärkte

Hacker erhitzen Kühlschränke auf 50 Grad

In Frankreich hackten Unbekannte Kühlgeräte von Hunderten Supermärkten und erhitzten sie auf 50 Grad. Es kam zu Bränden und Verlusten.
13.10.2026, 07:33
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Ein beispielloser Cyberangriff hat am Wochenende Hunderte französische Supermärkte getroffen.

Unbekannte Hacker drangen in die Steuerungssysteme der Kühlanlagen ein und erhitzten die Kühlschränke und Gefriertruhen auf bis zu 50 Grad Celsius.

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Die Attacke dauerte etwa sechs Stunden in der Nacht. Das Ergebnis: verdorbene Lebensmittel, geschmolzenes Eis und sogar Brände in einigen Geschäften. Die Pariser Staatsanwaltschaft spricht von einem "großangelegten" Angriff.

Wie The Jerusalem Post berichtet, hat Premierminister Sebastien Lecornu die nationale Cybersecurity-Agentur ANSSI mit der Untersuchung beauftragt. Frankreich koordiniert sich bereits mit europäischen Partnern.

Diese Supermarktketten sind betroffen

Der Angriff traf mehrere große Ketten: Bei Carrefour waren 80 Märkte betroffen, bei Intermarché rund 150 Filialen. Auch Monoprix und die Cooperative U meldeten Schäden. Bei Intermarché mussten Mitarbeiter kistenweise aufgetautes Tiefkühlessen in Container werfen.

Der Chef von Intermarché, Thierry Cotillard, bezifferte den landesweiten Schaden auf "zig Millionen Euro" - und das an nur einem einzigen Tag.

Auch Deutschland und die Niederlande im Visier

Die Attacke beschränkt sich nicht nur auf Frankreich. Auch Spanien, Portugal, Polen, Deutschland und Belgien sollen betroffen sein. Der niederländische Handelsriese Ahold Delhaize nahm mehrere Systeme vorsorglich vom Netz.

Als Ursache wurde eine Sicherheitslücke in der Software des dänischen Unternehmens Danfoss identifiziert. Die betroffenen Geräte liefen laut Danfoss mit veralteter Firmware.

Das Unternehmen hatte seine Kunden bereits seit Längerem aufgefordert, ihre Systeme zu aktualisieren.

red, 13.10.2026, 07:33