Supermärkte im Visier

Hacker legen Kühlanlagen in ganz Frankreich lahm

Hacker haben in Frankreich die Kühlanlagen Hunderter Supermärkte manipuliert. Tonnenweise Lebensmittel verdarben, der Schaden geht in die Millionen.
12.10.2026, 18:43
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Tonnenweise Lebensmittel für den Müll, Schäden in Millionenhöhe und sogar Brände: In Frankreich hat ein Hackerangriff auf zahlreiche Supermärkte massive Folgen gehabt. Kriminelle verschafften sich aus der Ferne Zugang zu den Kühlanlagen und setzten diese außer Betrieb.

Allein bei Intermarché waren nach Angaben des Unternehmens bis zu 200 Standorte betroffen, bei Coopérative U kamen knapp 100 weitere Märkte hinzu. Auch Filialen von Carrefour, Monoprix und E.Leclerc blieben von der Attacke nicht verschont.

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Hacker drehten Temperatur auf 50 Grad

Die Angreifer nutzten die vernetzten Kühlsysteme des dänischen Herstellers Danfoss. Dabei machten sie sich eine Funktion zunutze, die eigentlich das Vereisen der Anlagen verhindern soll. Normalerweise werden die Geräte dafür nur zeitweise automatisch abgetaut.

Die Cyberkriminellen griffen jedoch in die Steuerung ein und ließen diesen Vorgang dauerhaft laufen. Dabei stiegen die Temperaturen laut dem französischen Sender BFMTV auf bis zu 50 Grad Celsius. Ein Intermarché-Sprecher bestätigte "das Abtauen der Kühlanlagen".

Lebensmittel im Wert von 50.000 Euro verloren

Für die betroffenen Händler hatte die Manipulation teure Konsequenzen. Große Mengen an Waren verdarben und mussten weggeworfen werden. In einem Intermarché-Markt im elsässischen Haguenau wurde offenbar der gesamte Tiefkühlvorrat vernichtet. Der finanzielle Verlust soll dort allein rund 50.000 Euro betragen.

Landesweit dürfte sich der Schaden laut Medienberichten auf mehrere Millionen Euro summieren. Intermarché zufolge kommen Versicherungen für derartige Schäden nicht auf. In manchen Filialen löste die Attacke zudem Brände aus.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen wegen eines "groß angelegten Cyberangriffs auf die vernetzten Kühlsysteme mehrerer großer Lebensmittelmärkte im ganzen Land". Mit dem Fall beschäftigt sich eine auf Cyberkriminalität spezialisierte Ermittlungseinheit.

red, 12.10.2026, 18:43
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