Am Montagvormittag, 26. Oktober, spielten sich auf dem Gelände des Innsbrucker Landeskrankenhauses turbulente Szenen ab. Ein Insasse der Justizanstalt Innsbruck entwischte während eines Termins für eine medizinische Behandlung seinen Bewachern. Der Mann rannte über das Klinik-Areal und flüchtete weiter in den angrenzenden Stadtteil Wilten. Zeugen beobachteten den Vorfall.
Doch weit kam der Flüchtige nicht. "Nach kurzer Zeit" war er wieder in Gewahrsam, bestätigte das Justizministerium gegenüber der "Tiroler Tageszeitung". "Dabei wurde die Justizwache von Bediensteten des Stadtmagistrats unterstützt. Keiner der Beteiligten wurde verletzt", erklärte Ministeriumssprecherin Sina Bründler-Lerner in der "TT".
Über die Identität des Mannes ist bislang nichts bekannt. Er sitzt wieder in Haft, berichtet die "Tiroler Tageszeitung".
Es war nicht der erste derartige Vorfall in Innsbruck. Ende Februar entkam ein Häftling durch das Fenster seines Krankenzimmers aus dem Spital in Natters. Wenige Tage später entdeckten ihn Polizisten als Beifahrer in einem Auto in Innsbruck und nahmen ihn fest.
Anfang Mai gelang einem 24-jährigen Insassen sogar die Flucht direkt aus der Justizanstalt Innsbruck. Er hatte Hand- und Leintücher zu einem provisorischen Seil verknotet und war damit aus seinem Zellenfenster an der Gefängnisfassade hinuntergeklettert. Auch er wurde wenig später gefasst.