Nach dem Tod eines Häftlings in der Justizanstalt Klagenfurt laufen nun Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft Graz untersucht den Fall, nachdem der Mann Mitte Februar nach einem Suizidversuch im Krankenhaus gestorben ist.
Der Insasse war am Vormittag des 17. Februar leblos in der Haftanstalt entdeckt worden. Bedienstete versuchten noch, ihn zu reanimieren. Anschließend wurde er ins Klinikum Klagenfurt gebracht. Vier Tage später, am 21. Februar, erlag er dort seinen Verletzungen.
Vom Justizministerium wurde bestätigt, dass es sich um einen Suizidversuch eines Insassen gehandelt habe, wie der ORF berichtet. Man nehme das Thema Suizid und Suizidprävention in Haft sehr ernst und arbeite laufend daran, Warnzeichen frühzeitig zu erkennen und Menschen in psychischen Notlagen zu unterstützen.
Zur Klärung der genauen Todesursache wurde ein gerichtsmedizinisches Gutachten in Auftrag gegeben. Erst danach soll feststehen, was genau zum Tod des Mannes geführt hat. Die Ermittlungen dazu laufen derzeit.
Der Fall beschäftigt auch die Volksanwaltschaft. Dort zeigt man sich angesichts der aktuellen Zahlen besorgt: Heuer wurden bereits sechs Suizide und zwölf Suizidversuche im Strafvollzug registriert. Damit wurde schon jetzt eine ähnliche Zahl erreicht wie im gesamten Jahr 2020.
Die zuständige Volksanwältin fordert deshalb weitere Maßnahmen zur Suizidprävention in österreichischen Gefängnissen.