Bittere Niederlage für Halle Berry (60): Ihr Sohn Maceo (13) wird vorerst weiter hauptsächlich bei ihrem Ex-Mann Olivier Martinez (60) leben. Das hat eine Richterin in Los Angeles am Donnerstag entschieden.
Berrys Antrag, wieder zur 50:50-Regelung zurückzukehren, wurde abgelehnt. Auch Übernachtungen bei der Mama sind vorerst nicht erlaubt. Martinez' Anwalt sprach von einem "riesigen Sieg".
Ganz verloren hat die Oscar-Preisträgerin aber nicht. Die Richterin hob die einstweilige Verfügung gegen Berry auf und lehnte es ab, sie dauerhaft zu machen. Martinez hatte das Kontaktverbot erwirkt, nachdem er Berry vorgeworfen hatte, Maceo Ende September bei einem Streit gewürgt zu haben.
Laut ihrer Sprecherin behält Berry zudem das gemeinsame Sorgerecht und bei Uneinigkeit das letzte Wort bei wichtigen Entscheidungen. Auch Martinez' Antrag, ihre Zeit mit Maceo über die Feiertage einzuschränken, wurde abgewiesen.
Berry hat die Vorwürfe stets entschieden zurückgewiesen. "Ich habe Maceo nie körperlich, emotional oder auf andere Weise misshandelt", erklärte sie in einer Stellungnahme vor Gericht. "Ich bin selbst ein Opfer häuslicher Gewalt und helfe Opfern häuslicher Gewalt. Ich bin keine Täterin. Ich würde unserem Kind niemals wehtun."
Zuvor hatte Maceo hinter verschlossenen Türen ausgesagt, beide Eltern mussten dafür den Saal verlassen. Berry hatte ihrem Ex vorgeworfen, den Buben beeinflusst zu haben, was Martinez bestreitet. Auch Berrys Tochter Nahla Aubry (18) hatte sich vor Gericht auf die Seite ihrer Mutter gestellt.
Endgültig ist die Entscheidung nicht. Bereits im November will das Gericht die Sorgerechtsfrage erneut prüfen. Es gilt die Unschuldsvermutung.