Fußball – ein Kultsport, der auch in der Kirche seinen Platz gefunden hat. Die österreichische Nationalmannschaft der Priester steht schon in den Startlöchern für die diesjährige Priester-Europameisterschaft in Lublin (Polen) vom 9. bis zum 13. Februar. Das letzte Training fand in Ybbs (Bezirk Melk, NÖ) statt. Fans können beim großen Spiel via Stream mitfiebern.
18 Mannschaften und 255 Priester werden dieses Jahr um den Europameister-Titel kämpfen. Es soll damit eines der größten Priester-Fußballturniere werden. Kasachstan ist wieder mit dabei und Malta spielt das erste Mal mit.
Michael Semmelmeyer, Kapitän der österreichischen Auswahl und Kaplan von Perchtoldsdorf (Bezirk Mödling, NÖ), erklärt: "Wir haben dieses Jahr viele neue Priester im Kader, die jung, sportlich und hochmotiviert sind. Bei den letzten Trainings haben sie gezeigt, dass sie gut zusammenspielen können." In der österreichischen Mannschaft sind zwölf Priester aus verschiedenen Ländern dabei – sie unterstützen unterschiedliche Diözesen in ganz Österreich.
Die Erwartung: Wahrscheinlich würden Länder, die die größte Anzahl an jungen Priestern haben, den Titel ergattern können.
Neben EVN ziert nun auch "Kirche in Not" die Trikots der österreichischen Mannschaft. Solidarität und Sport werden so verbunden: Während sie Fußball spielen, sind ihre Gedanken auch bei den Christen auf der ganzen Welt, die wegen ihrer Religion verfolgt werden und trotzdem Hoffnung und Freude haben.
Stefan Zach, zuständiger EVN-Sprecher, freue sich über den gemeinsamen Einsatz: "Die Kombination von EVN und Kirche in Not passt sehr gut zu uns."
Sepp Eppensteiner, Vorsitzender der Diözesansportgemeinschaft Österreich, war beim letzten Training in Ybbs anwesend. Eppensteiner erklärt: "Viele Fans drücken unserem Team die Daumen, denn es sind sehr sympathische Priester, die mit ihrem Spiel große Lebensfreude ausstrahlen."
2025 fand die Priester-Fußball-Europameisterschaft in Kisvárda (Ungarn) statt. Österreich konnte den achten Platz ergattern. "Die sportlichen Leistungen waren im Vorjahr stark, trotz der Niederlagen", so Semmelmeyer.