Nach Spekulationen über einen möglichen internen Machtkampf bei Ferrari meldet sich Lewis Hamilton persönlich zu Wort. Der siebenfache Weltmeister weist dabei vor allem eine Behauptung entschieden zurück: Er habe niemals die Ablöse von Mitarbeitern gefordert.
Auslöser war ein Bericht des italienischen "Corriere della Sera". Demnach soll Hamilton Veränderungen beim Streckenpersonal verlangt haben. Auch von einem angespannten Verhältnis zu Teamchef Fred Vasseur war die Rede. Nun reagiert der 41-Jährige auf Instagram – und findet deutliche Worte.
"Ich habe einige der veröffentlichten Geschichten gesehen und möchte das hier klarstellen. Ich habe niemals jemanden in meinem Team darum gebeten, ersetzt zu werden. Jeder, mit dem ich zusammenarbeite, arbeitet jeden Tag hart, und ihre Hingabe ist das, was uns voranbringt", schreibt Hamilton zu einem Foto mit zahlreichen Ferrari-Mitarbeitern. Der Formel-1-Star stellt sich demonstrativ hinter seine Crew.
"Ich versuche immer, Menschen zu befähigen und zu heben, damit sie die beste Version ihrer selbst sind oder zumindest das Beste in sich sehen. Es gelingt mir vielleicht nicht immer, aber das ist meine Absicht und das, wofür ich hier bin. Wir arbeiten alle zusammen und das wird auch so bleiben."
Ganz aus der Luft gegriffen kommt die Diskussion über Spannungen bei Ferrari allerdings nicht. Hamilton sorgte zuletzt wiederholt mit kritischen Funksprüchen für Aufmerksamkeit.
Beim Grand Prix der Niederlande fragte er etwa, ob Ferrari ihn als "Meerschweinchen" benutze. Auch darüber, dass Teamkollege Charles Leclerc ihn aufhalten durfte, zeigte er sich wenig begeistert.
Nach dem Rennen erklärte Hamilton seine Funksprüche mit seinem großen Siegeswillen. Gleichzeitig verwies er auf Ex-Team Mercedes und meinte, es sei "schwierig" mitanzusehen, wie schnell dort strategische Entscheidungen umgesetzt würden.
Sportlich hatte Hamilton im Juni seinen bislang größten Erfolg in Rot gefeiert. Beim Grand Prix von Barcelona holte er seinen ersten Sieg für Ferrari. Zuletzt lief es für den Rekordweltmeister allerdings deutlich schlechter. Nach seinem Ausfall beim Spanien-GP wartet Hamilton mittlerweile seit fünf Rennen auf einen Podestplatz.