Bergdoktor über Vaterrolle

Hans Sigl: "In meiner Welt war ich grandios"

Hans Sigl spricht nur selten über sein Privatleben. Jetzt verrät der "Bergdoktor", was für ein Vater er immer sein wollte.
30.10.2026, 11:56
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Seit über 18 Jahren ist er als Dr. Martin Gruber in Tirol unterwegs, privat hält sich der Österreicher aber meist bedeckt. Umso offener spricht Hans Sigl (57) jetzt im Interview mit dem "Stern" über seine Rolle als Papa. Sein Fazit fällt zunächst ziemlich selbstbewusst aus: "In meiner Welt war ich grandios und sensationell."

Doch der "Bergdoktor"-Star weiß, dass das nur die halbe Wahrheit ist. "Die anderen werden wahrscheinlich sagen: 'Du hast viel gearbeitet, manchmal warst du nicht da.'" Kinder seien nicht dafür da, den Eltern Applaus zu spenden, so Sigl. Man müsse auch aushalten, wenn sie sagen, was nicht gut war. Sein Rat: "Nicht aufhören, miteinander zu reden. Niemals."

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"Ein lustiger, kein strenger Vater"

Wie er als Vater sein wollte, war für ihn immer klar: "Ein lustiger, kein strenger, traditioneller Vater." Und genau das glaubt er geschafft zu haben. Sigl hat aus einer früheren Beziehung einen Sohn, der 2002 zur Welt kam. Seine Ehefrau Susanne Sigl (53) brachte 2008 zwei Söhne mit in die Ehe.

Ganz besonders berührt haben ihn alte Aufnahmen, die er kürzlich wiedergefunden hat: Darauf übt er vor 15 Jahren mit den Buben das Lesen. "Plötzlich hört man die kleinen Stimmen dieser mittlerweile erwachsenen Männer. Da wurde viel gelacht."

In seiner Patchwork-Familie war ihm vor allem eines wichtig: Freiheit. Seine wichtigste Frage an die Kinder sei immer gewesen: "Bist du glücklich?" Dass die Söhne heute gern nach Hause kommen, bedeutet ihm viel. Wenn die Familie "im Haus herumgeistert", fühle er sich "glücklich und aufgehoben". Dafür müsse er nicht einmal mittendrin sein. Manchmal reiche es schon, aus einem anderen Zimmer die Stimmen in der Küche zu hören.

red, 30.10.2026, 11:56