Eine Langustine soll für Nicolas Dekimpe zum Ticket zum Koch-Olymp werden. Der Wiener Nachwuchskoch aus dem Wiener Sternelokal "Herzig" tritt am 27. Oktober in Frankfurt gegen neun weitere Talente aus Deutschland und Österreich an und hat die Möglichkeit, in einer der renommiertesten Kochakademien der Welt zu lernen: der S.Pellegrino Young Chef Academy.
Die Academy ist eine globale Gemeinschaft, die junge Köche fördert und ihnen durch Ausbildung, Mentoring, Networking und berufliche Chancen dabei hilft, in der Gastro-Welt erfolgreich zu werden.
Ende Oktober muss sich der Wiener Nachwuchskoch beim deutsch-österreichischen Vorentscheid der S.Pellegrino Young Chef Academy für den Einzug ins internationale Finale beweisen. Dafür muss Dekimpe die Jury mit seinem eigenen "Signature Dish" überzeugen.
"Nomadic Chef, The Taste of Becoming" nennt der Koch sein Gericht. Der Name kommt nicht von ungefähr: Dekimpe hat bereits einige Stationen hinter sich. Sein Weg führte ihn von der belgischen Nordseeküste durch verschiedene Küchen Europas bis nach Wien.
Diese Reise packt er nun auf einen Teller. Die Langustine zieht sich durch drei Elemente, die für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft stehen. Die Vergangenheit soll an Kindheit und Wurzeln erinnern. Die Gegenwart zeigt, wo Dekimpe heute als Koch steht. Der dritte Teil blickt nach vorne – und soll zeigen, wohin seine kulinarische Reise noch führen könnte.
Für die Zukunft der Spitzengastronomie hat der Wiener jedenfalls eine klare Vorstellung: "Ich glaube, dass die Zukunft der Küche eher in Klarheit als in Komplexität liegt." Sein Gericht soll deshalb nicht möglichst viele Zutaten und Effekte vereinen. Vielmehr will Dekimpe das Produkt in den Mittelpunkt stellen und mit seinem Essen Erinnerungen und Emotionen wecken.
Besonders ungewöhnlich wird es beim letzten Teil des Gerichts: Heiße Langustinen-Consommé wird über eine hauchdünne Scheibe Knochenmark gegossen.
In Frankfurt entscheidet sich, wer den nächsten Schritt machen darf. Neben Dekimpe treten neun weitere Nachwuchsköche aus Österreich und Deutschland an. Bewertet werden nicht nur Technik und Kreativität. Auch die persönliche Geschichte hinter dem Gericht und die kulinarische Vision der Teilnehmer spielen eine Rolle.
Für die Entscheidung sitzt eine Jury mit insgesamt zehn Michelin-Sternen am Tisch. Mit dabei sind Christian Bau, Andreas Krolik, Julia A. Leitner, Martin Stopp und Nathalie Leblond. Am 27. Oktober wird sich zeigen, ob Dekimpes kulinarische Reise von Wien aus weitergeht – und seine Langustine ihn bis ins internationale Finale bringt.