Pünktlich zum Valentinstag soll es in Österreich noch einmal richtig winterlich werden. Die aktuelle Wetterprognose für den 14. Februar sagt für unser Land Regenstunden und danach einen heftigen Temperatursturz voraus. Die Werte liegen je nach Region dann nur noch zwischen minus 7 und plus 2 Grad. In höheren Lagen droht strenger Frost.
Die Prognose passt erstaunlich gut zu zwei alten Bauernregeln, die manch Hobby-Wetterforscher noch von den Großeltern kennt: "Hat der Valentin viel Regenwasser, wird der Frühling noch viel nasser" und "Hat's zu Sankt Valentin gefroren, ist das Wetter lang verloren."
Übersetzt heißt das nichts Gutes für sonnenhungrige Menschen, die schon auf milde und schöne Frühlingstage hoffen. Denn friert es am 14. Februar, soll sich die kalte und feuchte Witterung noch länger halten.
Bauernregeln beruhen auf jahrhundertelangen Beobachtungen der Natur. Gerade im Februar galten Frosttage als Zeichen dafür, dass sich der Winter noch einmal festbeißt. Meteorologisch ist das nicht völlig aus der Luft gegriffen: Kaltlufteinbrüche Mitte Februar können tatsächlich eine stabile Hochdrucklage begünstigen, die länger für frostige Nächte sorgt.
Ob die alten Prophezeiungen nun exakt eintreffen oder nicht – die Bauernregeln sind faszinierende Beispiele für altes Wetterwissen. Die Prognosen rufen in Erinnerung, wie genau unsere Vorfahren ihre Umwelt beobachteten. Auch wenn die Wissenschaft skeptisch ist, bleibt der Bauernkalender ein interessantes, uraltes Wetter-Regelwerk.
Wie genau sieht's morgen am Valentinstag aus? Während es am Vormittag im Süden oft schon regnet, setzen im restlichen Land erst ab Mittag Regen und Schneefall ein. Die Schneefallgrenze sinkt dabei von Norden her im Laufe des Nachmittags allmählich auf bis zu 600 Meter ab und in der Nacht dann bis in tiefe Lagen. Frühtemperaturen minus 6 bis plus 3 Grad - dann folgt Temperatursturz auf bis zu minus 7 Grad.
So einfach und klar sie auch klingen mögen: Bauernregeln sind keine exakten Prognosen. Sie liefern eher Tendenzen als verlässliche Vorhersagen. In Zeiten der Klimakrise geraten viele dieser alten Wetterweisheiten zusätzlich ins Wanken, weil sich Großwetterlagen teils massiv verändern.
Fix ist: Wer am Valentinstag Blumen verschenkt, sollte sich warm anziehen. Und wer auf den Frühling hofft, braucht womöglich noch etwas Geduld.