Ein gewaltiger Fleck auf der Sonne lässt Forscher staunen: Die aktive Region "AR4366" ist gigantisch groß und dreht sich seit Ende Jänner 2026 direkt in Richtung unseres Planeten. Das US-Fachportal "Space.com" bezeichnet den Sonnenfleck als "monströs". Die gewaltige Erscheinung habe eine Ausdehnung von 15 Erddurchmessern. Zugleich warnen Experten vor möglichen Auswirkungen auf die Erde.
Sonnenflecken sind vergleichsweise kühle Zonen auf der Oberfläche der Sonne. Sie entstehen durch extrem starke Magnetfelder und gelten als Brutstätten für gewaltige Sonneneruptionen. Diese sogenannten Flares werden in die Klassen A, B, C, M und X eingeteilt. Die X-Klasse steht für die stärksten Ausbrüche, ergänzt durch eine Zahl, die die Intensität genauer angibt.
Die Plattform "Space Weather Live" registrierte für "AR4366" seit einer Woche mehrere Dutzend M- und X-Klasse-Flares. Besonders auffällig war ein Flare der Stärke X8,1 Anfang Februar. Er zählte zu den energiereichsten Ereignissen bisher und dauerte rund 20 Minuten. Weil er die Erde nur leicht streifte, blieben die Folgen begrenzt.
Kurz darauf folgte ein weiterer Ausbruch der Stärke X4,2. Laut "Space.com" kam es - unter Berufung auf das "Space Weather Prediction Center "der US-Wetterbehörde NOAA - zeitweise zu Störungen des Kurzwellenfunks in Teilen Westafrikas und Südeuropas.
Mehrere der registrierten Ausbrüche gingen zudem mit sogenannten koronalen Massenauswürfen einher. Dabei werden enorme Mengen an Plasma ins All geschleudert. Trifft ein solcher Auswurf auf das Magnetfeld der Erde, kann es zu Polarlichtern kommen - aber auch zu geomagnetischen Störungen von Satelliten, Stromnetzen oder Funkverbindungen.
Aktuell ist "AR4366" in der oberen Hälfte der Sonnenscheibe sichtbar und groß genug, um sie unter idealen Bedingungen sogar ohne optische Vergrößerung zu erkennen. Doch Vorsicht: Schau niemals mit freiem Auge in die Sonne. Auch eine Sonnenbrille schützt nicht ausreichend.
Empfohlen werden ausschließlich zertifizierte Sonnenfinsternisbrillen oder Geräte mit geprüften Sonnenfiltern. Wer ungeschützt direkt in die Sonne blickt, riskiert schwere Augenschäden bis hin zur Erblindung.