Ekel-Kebab

"Heftig!" – Döner gegessen, dann zwei Wochen sehr krank

Ein 64-Jähriger aus Oberösterreich erkrankte nach einem Döner in Wien schwer – Salmonellen stehen im Verdacht.
Michael Pollak
21.04.2026, 19:51
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Nur eines kann man an dieser Geschichte positiv sehen: Das Unglück geschah erst am letzten Urlaubstag. Danach war Gerhard K. (Name der Redaktion bekannt) zwei Wochen lang außer Gefecht.

Der Oberösterreicher (Bezirk Vöcklabruck) verbrachte die Osterwoche mit seiner Familie in Wien. Auch der kleine Enkel war mit. Die Woche war voller Highlights: Sie klapperten Ostermärkte ab, gingen Einkaufen, am Sonntag waren sie im Stadion.

Ein paar Stunden vor dem Match allerdings hatte Gerhard K. (64) Hunger. In der Nähe seiner Unterkunft in Wien-Ottakring nahm er bei seinem Stamm-Imbiss einen gemischten Döner (Huhn und Lamm) mit Zwiebel und natürlich scharf. 6,50 Euro besiegelten dann seine nahe Zukunft.

Ein paar Stunden später war das Match angesagt, am nächsten Tag dann die Heimfahrt nach Oberösterreich. Noch war alles okay, aber am Dienstag begannen die Beschwerden.

Ohne Antibiotika keine Besserung

"Es war heftig", sagt K., der immer noch nicht ganz gesund ist. "Ich bin am Mittwoch zum Arzt, weil es nicht besser wurde." Beim ersten Besuch bekam er Kohletabletten, doch die halfen kaum. "Ich war dann noch einmal beim Arzt, bekam dann Antibiotika, anders ging es nicht."

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Die Symptome ließen nicht nach, "totaler Durchfall, Schüttelfrost, Übelkeit." Doch auch mit den starken Medikamenten gab es lange keine Besserung, "es hörte nicht auf, erst jetzt, nach mehr als zwei Wochen geht es langsam wieder."

„Ich habe die Nachrichten verfolgt, um zu erfahren, ob es andere erwischt hat“
Gerhard K.

"Es muss der Kebab gewesen sein", sagt Gerhard K. Er hat sonst nichts Riskantes zu sich genommen, auch sein Arzt hat den Snack stark im Verdacht, alle Symptome deuten auf eine Salmonellenvergiftung. "Ich bin so froh, dass ich meinem Enkel nichts davon gegeben habe, sonst kostet der immer", sagt der Oberösterreicher.

Die Leiden waren schwer auszuhalten, "ich habe dann extra die Nachrichten verfolgt, um zu erfahren, ob es auch andere erwischt hat." Bald schon kam die Meldung aus Wien: "Ekel-Döner in Wien verkauft! Fleisch ging an Gäste."

Das Marktamt entdeckte Dönerspieße, die mit Salmonellen belastet waren. Bei einem Lokal in Wien-Hernals – wenige Gassen entfernt vom hier beschriebenen Imbiss – flog der Fall auf.

Dort entdeckte das Marktamt Salmonellen in einem Hühner-Spieß. Der Fund löste sofort Alarm aus – denn rasch wurde klar, dass es sich nicht um einen Einzelfall handeln kann. Der betroffene Lieferant versorgt mehrere Dönerläden in Wien und Wiener Umgebung.

Gerhard K.: "Ich war schon öfter bei diesem Verkäufer, ich vertraue ihm eigentlich."

{title && {title} } POM, {title && {title} } 21.04.2026, 19:51
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