Acht Jahre lang blieb der genaue Inhalt eines brisanten Schreibens über Thomas Markle weitgehend unbekannt. Nun berichtet die britische "Sun" über dessen Inhalt – und die Anschuldigungen sind schwerwiegend.
Der Brief wurde demnach 2018, kurz nach der Hochzeit von Prinz Harry und Herzogin Meghan, an eine Spezialeinheit der Londoner Metropolitan Police geschickt.
Laut "Sun" behauptet der Verfasser des Schreibens, Thomas Markle habe ein Kind sexuell missbraucht.
Noch weiter geht eine zweite Anschuldigung: Der damals 74-Jährige soll laut dem Brief eingeräumt haben, nach Thailand und auf die Philippinen gereist zu sein, um dort Kinder sexuell zu missbrauchen.
Wer das Schreiben verfasst hat und auf welchen Informationen die Behauptungen beruhen, ist nicht öffentlich geklärt. Die Vorwürfe sind nicht bewiesen.
Adressiert war der Brief an das sogenannte Fixated Threat Assessment Centre (FTAC). Die Einheit befasst sich unter anderem mit möglichen Gefährdungen von Mitgliedern der königlichen Familie und anderen prominenten Persönlichkeiten.
Herzogin Meghan (45) erklärte am Freitag, dass ihr das Schreiben bereits 2018 gezeigt worden sei.
Sie habe damals die Zusicherung erhalten, dass die Anschuldigungen untersucht würden.
In ihrer Stellungnahme erklärte die Ehefrau von Prinz Harry außerdem, dass sie ihren Vater bewusst von ihren Kindern Archie (7) und Lilibet (5) ferngehalten habe. Ihre Entscheidung sei getroffen worden, um die Kinder zu schützen.
Genau hier entsteht nun eine brisante Frage.
Die Metropolitan Police erklärte, derzeit intern zu prüfen, ob Beamte ihrer königlichen Schutzabteilung das Schreiben tatsächlich an Meghan weitergeleitet haben.
Nach Informationen von Sky News hat die Londoner Polizei Thomas Markle weder damals noch aktuell wegen der Vorwürfe untersucht.
Da sich die im Brief geschilderten mutmaßlichen Vorfälle im Ausland ereignet haben sollen, könnten Fragen der Zuständigkeit eine Rolle gespielt haben.
Ob das Schreiben damals an ausländische Ermittlungsbehörden weitergegeben wurde, ist bislang nicht bekannt.
Der aktuelle Wirbel entstand, nachdem Meghans Halbbruder Thomas Markle Junior behauptet hatte, in den früheren Besitztümern seines Vaters auf den Philippinen Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs gefunden zu haben.
Die philippinischen Behörden ermitteln inzwischen. Auch das FBI ist über die Anschuldigungen informiert.
Thomas Markle Senior weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe entschieden zurück. Gegenüber der "Daily Mail" bezeichnete er die Anschuldigungen seines Sohnes als Lügen.
Eine Schuld des 82-Jährigen ist nicht festgestellt.