So kannst du sparen

Heizen wird teurer – Experte nennt brisante Prognose

Die Gaspreise sind so hoch wie zuletzt 2022. Angesichts der beginnenden Heizsaison wächst in Österreich die Sorge vor steigenden Kosten.
01.11.2026, 22:07
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Mit Beginn der kalten Jahreszeit wächst in Österreich die Sorge vor hohen Heizkosten. Die Gaspreise haben inzwischen ein Niveau erreicht, das zuletzt 2022 verzeichnet wurde. Als Ursache gelten die Turbulenzen auf den internationalen Energiemärkten infolge des Iran-Kriegs.

Welche Möglichkeiten hat Österreich, auf die steigenden Preise zu reagieren? Dazu äußerte sich Johannes Mayer, Leiter der Volkswirtschaftsabteilung der E-Control, am Sonntagabend in der "ZIB2".

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Bis zu 500 Euro Mehrkosten drohen

Besonders teuer könnte es für Haushalte werden, die jetzt einen neuen Gasvertrag abschließen müssen. Laut Mayer hängen die Preissteigerungen stark vom jeweiligen Vertrag ab. Wer ein Haus mit Gas beheizt, müsse bei einem Neuabschluss mit jährlichen Mehrkosten zwischen 300 und 500 Euro rechnen.

Der Experte erklärte auch, warum die Preise derzeit so stark steigen. Zu Beginn des Iran-Kriegs seien die Auswirkungen auf die Energiemärkte noch ausgeblieben. Mittlerweile zeichne sich jedoch ab, dass der Konflikt länger dauert. Deshalb würden die Händler verstärkt Gas einkaufen und damit die Preise weiter nach oben treiben.

Eine rasche Entspannung sei nicht in Sicht. Die Branche rechne frühestens nach dem ersten Quartal 2027 mit einer Beruhigung der Lage.

Mit einfachen Maßnahmen Geld sparen

Dennoch können Haushalte gegensteuern. Laut Mayer lässt sich der Gasverbrauch bereits mit wenigen Maßnahmen um 15 bis 20 Prozent senken, etwa durch niedrigere Raumtemperaturen. Wer bisher wenig auf seinen Verbrauch geachtet hat, könnte damit die höheren Kosten ausgleichen. Wer bereits sparsam heizt, muss hingegen mit Mehrkosten rechnen.

Auch die steigenden Netztarife waren Thema. Ein wesentlicher Grund dafür seien die sinkenden Verbrauchsmengen. Die Kosten für das Netz müssten dadurch auf weniger Kilowattstunden verteilt werden. Gesetzliche Änderungen könnten hier erst langfristig Wirkung zeigen.

Gute Nachrichten beim Strompreis

Anders sieht die Situation beim Strom aus. Laut Mayer liegen die Preise derzeit ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres. Verbraucher könnten aktuell günstige Tarife mit einer zwölfmonatigen Preisbindung abschließen. Ein Anstieg der Strompreise über den Winter sei derzeit nicht absehbar.

Sein Rat: Beim Strom jetzt einen Vertrag mit zwölf Monaten Preisgarantie wählen. Beim Gas könne es sich hingegen lohnen, mit einem neuen Abschluss noch einige Monate zuzuwarten, in der Hoffnung auf sinkende Preise.

Zusätzlich empfiehlt Mayer, sich mit den neuen Netztarifen auseinanderzusetzen. Wer darauf achtet, nicht mehrere stromintensive Geräte gleichzeitig einzuschalten, könne ebenfalls Geld sparen.

red, Akt. 01.11.2026, 22:10, 01.11.2026, 22:07
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