Die Wiener Austria steckt tief in der Krise! Nach der bitteren 2:3-Niederlage bei der SV Ried stehen die Veilchen extrem unter Druck. Am Freitag (19.30 Uhr) wartet mit dem Auswärtsspiel beim SCR Altach das nächste wichtige Duell. Trainer Stephan Helm gibt sich trotz der jüngsten Rückschläge kämpferisch.
"Es fehlt nicht viel, dass wir wieder ein Erfolgserlebnis feiern", ist Helm überzeugt. Dieses Erfolgserlebnis braucht es aber freilich. Vor allem auch für Helm. Nach der Pleite im Innviertel hatte es eine violette Krisensitzung bis in die frühen Morgenstunden gegeben. Der Trainer soll vorerst eine Galgenfrist bekommen. Mit den Spielen gegen Altach (Freitag), im ÖFB-Cup gegen Hartberg (Dienstag) und dem Wiener Derby (1. November) geht es nun aber Schlag auf Schlag.
Der Austria-Coach sieht seine Mannschaft näher an der Wende, als es die Ergebnisse vermuten lassen. In Ried habe man genügend Torchancen herausgespielt, allerdings müsse die Defensive deutlich konsequenter auftreten.
Unter der Woche wurde deshalb intensiv an den Schwachstellen gearbeitet. "In so schwierigen Phasen muss man alles, was man hat, investieren, um da gemeinsam wieder rauszukommen", fordert Helm. Seine Spieler müssten die grundlegenden Dinge wieder mit voller Konsequenz umsetzen und trotz der schwierigen Situation mutig und selbstbewusst auftreten.
Der Gegner steckt ebenfalls in Schwierigkeiten. Altach liegt nach neun Spielen mit zwei Siegen und sieben Niederlagen auf Tabellenplatz elf, nur einen Punkt hinter den Wienern. "Altach ist in einer vergleichbaren Situation wie wir", erklärt Helm. Die Leistungen der Vorarlberger seien besser als ihr Tabellenplatz. "Ich erwarte ein toughes Spiel."
Auch die Statistik macht den Veilchen wenig Mut. Der letzte Auswärtssieg der Austria in Altach liegt bereits mehr als vier Jahre zurück. Im Februar 2022 jubelten die Wiener dort zuletzt über drei Punkte. Helm will davon nichts wissen: "Es spricht also absolut nichts dagegen, dass wir dort ein gutes Fußballspiel abliefern."
Personell muss die Austria allerdings weiterhin auf Abwehrchef Aleksandar Dragovic verzichten. Der Routinier fällt wegen muskulärer Beschwerden aus und hofft auf ein Comeback im Cup gegen Hartberg. Auch Philipp Wiesinger könnte nächste Woche wieder in den Kader zurückkehren. Noah Botic ist noch kein Thema.