Doppeltes Elfmeter-Glück

NK Celje schockt Salzburg in Europa League in Minute 90

Red Bull Salzburg verspielt in der Europa League gegen Celje den Sieg, muss spät den Ausgleichstreffer hinnehmen und kommt nicht über ein 2:2 hinaus.
22.10.2026, 22:54
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Red Bull Salzburg vergibt in der Europa League spät den Sieg gegen den NK Celje, fängt sich in der 90. Spielminute den bitteren Ausgleichstreffer zum 2:2 und spielt nur Unentschieden. Für den Meister aus Slowenien ist es der erste Punkt der laufenden Europacup-Saison – und der ist mehr als verdient.

Sota Kitano (9.) nach einem starken Angriff und Jesper Lindström (46.) mit einem Blitz-Treffer nach 24 Sekunden in der zweiten Halbzeit trafen für die Roten Bullen. Blaz Kramer (51.) nach einem Konter und Armandas Kucys (90.) ließen das Heimteam spät jubeln.

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Glück für das Team von Danny Röhl: Im Sechzehner der Bullen gab es gleich zwei Mal Elfmeter-Alarm. Beide Male blieb die Pfeife von Schiedsrichter John Brooks jedoch stumm, auch der VAR griff nicht ein.

Durch das Unentschieden stehen die Roten Bullen in der Ligaphase nach drei Spielen und je einem Sieg, einem Remis und einer Niederlage bei vier Punkten – gleichbedeutend mit dem 21. Tabellenplatz – und müssen weiterhin um die Teilnahme am EL-Playoff zittern. Dafür müssen die Salzburger mindestens den 24. Platz belegen.

Zum Start der Ligaphase gab es einen knappen 1:0-Sieg gegen Levski Sofia, zuletzt zeigte Topklub AC Mailand den Österreichern beim 0:4 die Grenzen auf. Für den slowenischen Meister aus Celje waren es zugleich die ersten beiden Treffer im Turnier als auch der erste Punkt und sind nun 29. der Ligaphase.

Salzburg mit viel Glück

Salzburg erwischte in Slowenien einen Start nach Maß: Denn die Mozartstädter verwerteten ihren ersten gefährlichen Angriff eiskalt zum 1:0. Der Ball kam über die rechte Seite zu Danar Redzic, der den Ball an den Sechzehner zurücklegte, wo Kitano goldrichtig stand und den Ball flach ins lange Eck setzte. In der 24. Minute hätte Stürmer Haris Tabakovic das 2:0 erzielen müssen – doch der Angreifer hatte bei seinem Abschluss aus kurzer Distanz Rückenlage und setzte den Ball weit über das Tor.

Danach hatten die Salzburger allerdings gleich in mehreren Situationen richtig viel Glück: Tusha (27.) zog nach einem starken Angriff ab, traf nur die Stange. Avdyli (39.) köpfte über das Tor – dann herrschte Elfmeter-Alarm. Salzburg-Verteidiger Kevin Boma räumte am Strafraumrand einen Celje-Akteur ab. Seine Rettung: Er traf minimal auch den Ball. Glück für Salzburg, dass sich der VAR nicht einschaltete.

Nach Wiederanpfiff schockte Salzburg das Heimteam bereits nach 24 Sekunden. Der eingewechselte Lindström nahm sich den Ball perfekt in den Lauf mit und erhöhte aus kurzer Distanz auf 2:0. Doch Celje belohnte sich wenig später für die offensiven Bemühungen. Ein langer Ball reichte aus, um die Salzburg-Abwehr auszuhebeln. Kramer packte dann auch noch Verteidiger Schmid ein und schoss wuchtig zum 1:2-Anschlusstreffer ins kurze Eck ab. Die Österreicher hatten dann gleich noch einmal Elfmeter-Glück: Barry (65.) stieg Verbic im Sechzehner auf den Fuß – ein Pfiff blieb aber erneut aus.

Salzburg wurde im Laufe der zweiten Halbzeit immer fahriger im eigenen Spiel und ließen sich von Celje phasenweise tief in die eigene Hälfte drängen. Dennoch kam Tabakovic (88.) zur großen Chance, hätte auf 3:1 stellen können und damit die Partie entscheiden. Dem Stürmer versagten jedoch die Nerven. So kam es wie es kommen musste. Die Slowenen nutzten eine Unachtsamkeit in der Salzburger Defensive und kamen durch Kucys (90.) zum verdienten Ausgleichstreffer.

red, Akt. 22.10.2026, 23:23, 22.10.2026, 22:54