Nur wenige Tage nach der schweren Verletzung von Torhüter Daniil Khudyakov trifft es die Steirer erneut. Diesmal erwischt es mit Jürgen Heil einen absoluten Dauerbrenner – und das ausgerechnet beim Aufwärmen für die Europa-League-Partie gegen Olympique Marseille.
Der rechte Schienenspieler hätte eigentlich in der Startelf stehen sollen, musste seinen Einsatz aber kurzfristig absagen. Wie der Streamingdienst Canal+ berichtet, klagte Heil über muskuläre Probleme. Trainer Fabio Ingolitsch musste deshalb noch vor dem Anpfiff umstellen. Für Heil rückte Luis Balbo in die Anfangsformation.
Für Sturm ist es der nächste Rückschlag in einer ohnehin schwierigen personellen Situation. Mit Heil umfasst das Lazarett der Grazer mittlerweile acht Spieler. Besonders bitter: Jeder einzelne davon wäre ein Kandidat für die Startelf.
Neben Heil fehlen auch Spielmacher Otar Kiteishvili, sein georgischer Kollege Gizo Mamageishvili, die Stürmer Nelson Weiper und Seedy Jatta sowie Filip Rozga und Emran Soglo.
Besonders schwer wiegt der Ausfall von Torhüter Daniil Khudyakov. Der Russe hatte sich zuletzt beim Grazer Derby gegen den GAK einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen. Der Keeper wurde bereits operiert und dürfte für den Rest der Saison ausfallen. Damit muss Ingolitsch gleich auf mehreren Positionen improvisieren. Vor allem der kurzfristige Ausfall von Heil erschwert die Planungen zusätzlich.
Trotz der angespannten Personalsituation wollen die Grazer international endlich anschreiben. Nach einem Unentschieden gegen Rennes und einer Niederlage gegen Bournemouth wartet Sturm noch auf den ersten Sieg in der Ligaphase der Europa League.