Posse in Portugal

Herzog wird bei Ronaldo deutlich: "Das geht zu weit"

Deutliche Worte von Andreas Herzog. Der ehemalige ÖFB-Teamspieler knöpfte sich Fußball-Gigant Cristiano Ronaldo vor.
13.10.2026, 14:24
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Die Posse rund um Gigant Ronaldo hält die Fußballwelt in Atem. Der 41-jährige Star-Spieler hat während der Nations League Portugals Nationalteam fluchtartig verlassen. Der Grund dafür war, dass ihn Trainer Jorge Jesus im Spiel gegen Norwegen zunächst auf der Bank gelassen hatte und lange aufwärmen ließ, ohne den Star-Spieler dann einzuwechseln.

Ronaldo warf dem Trainer dann in einem umfangreichen Instagram-Statement "Wortbruch" vor und enthüllte acht Punkte, die er in einer Aussprache mit dem Coach formuliert habe und der Trainer vortragen hätte sollen. Als dieser das nicht tat, ergriff Ronaldo die Flucht. Hinter der Zukunft des Star-Stürmers in Portugals Team steht ein großes Fragezeichen, auch wenn es zuletzt bereits wieder Annäherungsversuche gegeben hatte.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Beschädigt sein Denkmal"

"Ich würde mir doppelt überlegen, ob ich so etwas raushaue", meinte Ex-Teamspieler Marc Janko in seinem Podcast "Herzerl mit Janko" zum INstagram-Post des Star-Spielers, sprach von "unfassbar narzisstischen Aussagen".

"Am Anfang habe ich ihn noch ein bisschen verteidigt. Er hat eine Sonderstellung. Aber irgendwann hört die Sonderstellung auch auf. Man muss aufpassen, dass man am Ende der Karriere nicht noch viele Sympathien selbst zerstört", meinte dann Ex-ÖFB-Star Herzog. Ehe Janko erneut hinzufügte: "Er beschädigt sein Denkmal."

"Das geht mir ein bisschen zu weit"

Außerdem würden Portugals Star-Spieler "nicht mehr so hinter ihm sehen, wie die Argentinier hinter Lionel Messi gestanden sind. Wie ist die Akzeptanz bei den Mitspielern? Die ist für mich nicht mehr gegeben. Und das ist das Hauptproblem", meinte Herzog.

Es sei "vielleicht menschlich verständlich", dass Ronaldo angefressen sei, "aber da hat er ein bisschen übertrieben. Jetzt geht es mir schon ein bisschen zu weit", meinte der 58-Jährige. Auch wenn er es auch "nicht 100 Prozent korrekt" fand, Ronaldo zum Aufwärmen zu schicken und ihn dann nicht einzutauschen. "Für einen Spieler seiner Kategorie ist das ein bisschen hardcore, wobei der Trainer das machen muss, was für die Mannschaft am besten ist."

Eigentlich müsste man nun "einen richtigen Cut" machen, meinte Herzog. Der Star-Spieler solle ein Abschiedsspiel erhalten – "und das war es dann". Der 41-Jährige, mittlerweile bei Al-Nassr in Saudi-Arabien aktiv, werde "in den entscheidenden schweren Spielen sowieso nicht spielen. Für den Trainer und für die Mannschaft wäre es besser, wenn man diese einzigartige Karriere im Nationalteam mit sehr viel Anstand beendet", meinte Herzog. "Es kommt die Zeit für jeden Spieler. Portugal muss aufpassen, dass es nicht eine Never Ending Story wird", so der 103-fache rot-weiß-rote Teamspieler.

"Den Absprung zu schaffen, ist schwierig. Das weiß ich auch aus eigener Erfahrung. Dass er mit 41 ein bisschen schwächelt, dass es dann eng wird, das war zu erwarten. Und da ist er nun angekommen", so Herzog. Portugals Verband müsse nun "eine Lösung finden, die für beide Seiten zufriedenstellend ist. Dass er in den nächsten ein, zwei Jahren Portugal nicht mehr viel helfen wird, ist auch klar", sagte der 58-Jährige. Und ergänzte: "Der Verband macht eine Tür auf, was aber nicht mehr gut gehen kann."

red, 13.10.2026, 14:24
Weitere Storys