Sonntagabend, 18 Uhr: Vor der Polizeiinspektion Goethegasse (City) geht der Einsatzleiter der Gruppe Sofortmaßnahmen mit den Mitarbeitern von MA6 und Marktamt sowie drei Polizisten noch einmal die Details der Schwerpunktaktion durch. Auch "Heute" ist bei der heuer bereits dritten Advent-Patrouille durch das weihnachtliche Wien dabei.
"Der Fokus liegt auf illegalen Händlern, Straßenkünstlern und Mozart-Verkäufern. Aber natürlich schauen wir auch bei anderen Verstößen nicht weg", erklärt der Einsatzleiter. Dann geht’s los.
Schon vor der ersten Station, dem Weihnachtsmarkt am Karlsplatz, stolpern die Kontrollore beinahe über einen Mozart-Verkäufer. Er hat sich – verbotenerweise – in einem Durchgang der Oper eingerichtet und bietet Touristen Tickets an. "Hier darf niemand stehen, außerdem hat der Mann einen verbotenen Verkaufswagen dabei", erklärt der Einsatzleiter. Auch am Herbert-von-Karajan-Platz ums Eck stehen drei Ticket-Verkäufer illegal. Nach Anzeigenerstellung ziehen die "Mozarts" vorerst von dannen. "Wir schauen hier später nochmal vorbei", nickt der Einsatzleiter dem Team zu.
Am Karlsplatz geht der Truppe ein illegaler Ballonverkäufer ins Netz, am Weg zum Stephansplatz erwischen die Kontrollore zwei am Sonntag illegal geöffnete Shops. Nach einem kurzen Besuch des Einsatzteams schließen diese freiwillig. Vor einer Anzeige schützt das freilich nicht.
Auch auf den Weihnachtsmärkten am Rathausplatz, am Hof und auf der Freyung wird amtsgehandelt. Bilanz des Abends: 14 Anzeigen durch das Magistrat, zwei durch die Polizei, vier Identitätsfeststellungen.
Die Schwerpunktaktion war bereits die dritte in diesem Advent. Insgesamt gab es dabei 36 Anzeigen durch das Magistrat sowie vier Anzeigen durch die Polizei. Weiters kam es zu zwölf Identitätsfeststellungen und drei Platzverweisen. Schon in wenigen Tagen soll die nächste Aktion auf den Weihnachtsmärkten der Stadt folgen.