Niederösterreich ist das Land der großen Preisunterschiede. Das zeigt jetzt aktuell der REMAX-ImmoSpiegel für das erste Halbjahr 2026.
Besonders deutlich wird das beim Vergleich zwischen Gmünd und Mödling: Im günstigen Preisviertel von Gmünd kostete jede vierte verkaufte Wohnung höchstens 53.000 Euro. In Mödling begann das teuerste Viertel dagegen erst bei 338.625 Euro.
Rein rechnerisch ließen sich mit 338.625 Euro damit mehr als sechs Wohnungen zum Preis von jeweils 53.000 Euro finanzieren.
Beim Wohnungspreis liegt Mödling an der Spitze Niederösterreichs. Im ersten Halbjahr 2026 wurden dort durchschnittlich 269.721 Euro bezahlt. Das sind 3,0 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2025.
Nur knapp dahinter folgt Tulln mit 268.467 Euro. Dort gingen die Preise allerdings um 3,3 Prozent zurück.
Korneuburg liegt mit durchschnittlich 238.221 Euro bereits deutlich dahinter. In Mistelbach wurden im Schnitt 228.862 Euro bezahlt, in St. Pölten-Land waren es 228.039 Euro.
Am anderen Ende der Preisskala liegt Gmünd. Dort kostete eine verkaufte Eigentumswohnung im ersten Halbjahr durchschnittlich 86.911 Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das sogar einem Rückgang um 3,6 Prozent.
Auch Lilienfeld ist vergleichsweise günstig. Dort wurden durchschnittlich 104.680 Euro bezahlt. In Neunkirchen waren es 115.277 Euro.
Deutlich angezogen haben die Preise dagegen in Melk. Der durchschnittliche Wohnungspreis sprang dort um 54,3 Prozent auf 172.474 Euro. In Scheibbs ging es um 44,9 Prozent auf 158.253 Euro nach oben.
Insgesamt sind Eigentumswohnungen in Niederösterreich teurer geworden. Der durchschnittliche Kaufpreis erreichte im ersten Halbjahr 2026 mit 213.112 Euro einen neuen Höchstwert. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 2,6 Prozent.
Gleichzeitig wurde deutlich mehr gekauft: 2.999 Wohnungen wechselten im ersten Halbjahr den Eigentümer. Das waren 39,9 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2025.