Heute (21. Juni) ist es soweit: Die Sommersonnenwende markiert den längsten Tag des Jahres 2026.
Die Sonne steht an diesem Tag besonders hoch am Himmel, wodurch wir mit über 16 Stunden Tageslicht rechnen können – je nach Region. Nach diesem Tag werden die Tage langsam wieder kürzer.
Astrophysikerin Mariana Wagner erklärt in der "Bild": "Die Erdachse ist geneigt. Im Juni ist die Nordhalbkugel der Sonne am stärksten zugeneigt. Das Maximum ist am 21. des Monats."
Deshalb erleben wir an diesem Sonntag den höchsten Sonnenstand und die längste Zeit mit Tageslicht.
Mit der Sommersonnenwende beginnt auch astronomisch der Sommer. Für viele Menschen ist diese Zeit der inoffizielle Höhepunkt der warmen Jahreszeit. Parks, Badeseen und Gastgärten sind besonders beliebt, und selbst um 22 Uhr ist es vielerorts noch erstaunlich hell.
Vor allem in Skandinavien hat dieser Tag eine besondere Bedeutung. In Schweden, Finnland und Norwegen gehört Mittsommer zu den wichtigsten Festen des Jahres. Freunde und Familien treffen sich, tanzen und feiern gemeinsam die langen Nächte.
Wie lange der längste Tag tatsächlich dauert, hängt vom Standort ab. In Waidhofen an der Thaya oder in Gmünd (beides NÖ, Waldviertel) dauert dieser Tag etwa 16 Stunden und 10 Minuten, in Wien 16 Stunden und 5 Minuten, in Ferlach (Kärnten) sind es rund 15 Stunden und 49 Minuten. Die Plattform 'Timeanddate' liefert genaue Zeiten für Sonnenauf- und -untergang.
Nach dem Sonnenuntergang verschwindet das Tageslicht nicht sofort. Zuerst folgt die bürgerliche Dämmerung, in der es noch möglich ist, ohne künstliches Licht draußen unterwegs zu sein.
Danach kommt die nautische Dämmerung, bei der der Horizont sichtbar bleibt und die Sterne am Himmel erscheinen. Erst in der astronomischen Dämmerung wird es wirklich dunkel. Im Norden bleibt es rund um die Sommersonnenwende oft die ganze Nacht über hell, während im Süden für ein paar Stunden echte Nacht herrscht.