21. Juni

Längster Tag – das endet mit der Sommersonnenwende

Die Sommersonnenwende bringt den längsten Tag des Jahres – doch ab sofort werden die Tage wieder Stück für Stück kürzer.
Heute Life
21.06.2026, 10:44
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Wer die langen, hellen Abende liebt, sollte den 21. Juni besonders genießen. Mit der Sommersonnenwende erreicht die Tageslichtdauer in Österreich ihren Höhepunkt. Gleichzeitig beginnt der kalendarische Sommer – und ab sofort werden die Tage wieder kürzer.

Mehr als 16 Stunden Tageslicht

Die vergangenen Wochen wurden die Tage immer länger. Am Samstag, dem 21. Juni, erreicht die Sonne ihren höchsten Stand des Jahres. In Wien geht sie bereits um 4.42 Uhr auf und erst um 20.59 Uhr wieder unter. Damit spendet sie mehr als 16 Stunden lang Tageslicht.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Für Frühaufsteher und Sonnenanbeter ist das die schönste Zeit des Jahres. Doch mit der Sommersonnenwende endet die Phase der länger werdenden Tage. Von nun an verschiebt sich der Sonnenlauf wieder langsam: Die Sonne geht morgens später auf und abends etwas früher unter.

Sommerbeginn mit jahrtausendealter Tradition

Die Sommersonnenwende fasziniert die Menschen seit Jahrtausenden. Schon frühe Hochkulturen beobachteten das Phänomen genau. Historiker gehen davon aus, dass bereits der rund 9.000 Jahre alte Turm von Jericho auf Kenntnisse der Sonnenwende hindeutet.

Der 21. Juni markiert nicht nur astronomisch den Sommerbeginn, sondern ist auch eng mit traditionellem Brauchtum verbunden. Die Sonnenwende zählt seit 2010 zum Unesco-Weltkulturerbe und wird in vielen Regionen Österreichs bis heute gefeiert.

Sonnwendfeuer auf Bergen und in Tälern

Rund um den längsten Tag des Jahres werden vielerorts Sonnwendfeuer entzündet. Traditionell bestehen sie aus Holz, Stroh und anderen brennbaren Materialien. Besonders beliebt sind die Feuer auf Berggipfeln, etwa am Feuerkogel in Oberösterreich oder am Wilden Kaiser in Tirol.

Tausende Besucherinnen und Besucher strömen jedes Jahr zu den Veranstaltungen, um das eindrucksvolle Schauspiel zu erleben.

Brauch gegen Unglück und Krankheiten

Die Wurzeln der Sonnwendfeuer reichen bis in die frühchristliche Zeit zurück. Nach altem Volksglauben sollten die Flammen Krankheiten, Unglück und böse Einflüsse fernhalten.

Auch wenn heute vor allem das gesellige Beisammensein im Mittelpunkt steht, lebt die jahrhundertealte Tradition weiter – und sorgt Jahr für Jahr für eindrucksvolle Bilder zum längsten Tag des Jahres.

{title && {title} } red, {title && {title} } 21.06.2026, 10:44
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen