Ab Jänner 2026 wird der Besuch vieler US-Nationalparks für Ausländer deutlich teurer. Für Touristen aus dem Ausland kommt künftig ein Extra-Aufschlag pro Person dazu – zusätzlich zum normalen Eintritt (der meist bei etwa 15–20 Dollar liegt). "Nicht-Einwohner zahlen zusätzlich zum regulären Eintrittspreis eine Gebühr von 100 US-Dollar (Anm.: 86 Euro) pro Person für den Eintritt", heißt es in der Mitteilung des Innenministeriums.
Zahlen müssen alle ab 16 Jahren, Kinder sind vom Zuschlag ausgenommen.
Auch der Jahrespass wird für Nicht-US-Bürger massiv teurer: Statt bisher 80 Dollar kostet er ab Jahreswechsel rund 250 Dollar. Der Pass gilt üblicherweise pro Auto (also für bis zu vier Personen).
US-Bürger profitieren weiterhin von erschwinglichen Preisen, während Nicht-Einwohner einen höheren Betrag zahlen, um die Pflege und Instandhaltung der amerikanischen Nationalparks zu unterstützen.
Hinter der Preiserhöhung steht laut US-Innenministerium der "America-First"-Kurs von Präsident Trump: US-Bürger und Menschen mit Daueraufenthalt zahlen weiterhin deutlich weniger bzw. behalten den bisherigen Pass-Preis. Mit den Mehreinnahmen sollen Naturschutz, Instandhaltung und Infrastruktur in den Parks finanziert werden – obwohl zuletzt Personal abgebaut wurde, was in manchen Parks schon zu Einschränkungen geführt hat.
Die Änderungen treffen auf Rekord-Besucherzahlen: 2024 kamen insgesamt rund 332 Millionen Menschen in die US-Nationalparks. Top-Ziele waren u. a. die Great Smoky Mountains, Zion, Grand Canyon und Yellowstone.