Wie am Mittwoch bekannt wurde, hat das Innenministerium einen Erlass für den Probebetrieb des neuen Dienstzeitmanagements an die Personalvertretung der Polizei übermittelt. Ein genauer Termin für den Start der "Einführungsphase" wurde noch nicht festgelegt, es soll aber noch im Frühjahr passieren. Die Details sollen in den nächsten Wochen folgen.
Was aber schon fix ist: Fünf Bezirke wurden für das Pilotprojekt ausgewählt. Sie umfassen laut Innenministerium 1.519 Exekutivbeamte in 63 Dienststellen, davon 50 Polizeiinspektionen.
Dass auch ein Wiener Stadtpolizeikommando dabei sein wird, war von Anfang an klar. Die Wahl fiel auf die Brigittenau (20.) – sie umfasst auch die Leopoldstadt (2.) – wegen des hohen Arbeitsanfalls sowie der häufigen Veranstaltungen, etwa im Prater.
Bregenz wurde wegen einer weiteren Besonderheit ausgewählt. Es ist die einzige Landeshauptstadt mit nur einer (!) Polizeiinspektion – allerdings eine der größten in Österreich. Und: Dort eingegliedert ist auch die Inspektion Mittelberg im Kleinwalsertal, das nur über deutsches Staatsgebiet erreichbar ist.
Es sei wichtig gewesen, "ein möglichst breites Spektrum an unterschiedlichen polizeilichen Strukturen und Herausforderungen beleuchten zu können", heißt es laut APA aus dem Innenministerium. Das neue Management soll ein einheitliches System für alle Polizistinnen und Polizisten bringen, die Unterschiede zwischen Stadt und Land beseitigen.
Gleichzeitig werden den Exekutivbeamten mehr Mitbestimmung bei ihren Dienstplänen, die Möglichkeit zu mehr Freizeit sowie kürzere Dienstschichten in Aussicht gestellt. Auch ein Überstundenpool soll eingeführt werden, 24-Stunden-Dienste dafür aber wegfallen.