Grund zur Freude ist für die Sozialdemokratie europaweit selten geworden. Diese Umfrage hat die SPÖ Burgenland zwar selbst in Auftrag gegeben und bezahlt, der seriöse Meinungsforscher Peter Hajek attestiert den Roten von Hans Peter Doskozil jedoch stabile Daten.
Wären am Sonntag Landtagswahlen im Burgenland, würde die SPÖ mit einem satten Vorsprung von 22 Prozentpunkten als Sieger durchs Ziel gehen. Die Roten werden von Hajek aktuell auf 46 Prozent hochgeschätzt – exakt das Ergebnis der letzten Landtagswahl vom Jänner 2025 (46,4 Prozent).
Auch trotz des Rückzugs von Norbert Hofer als Klubobmann der Blauen käme die FPÖ im Burgenland auf rund 24 Prozent der Stimmen – ein Zugewinn von knapp einem Prozentpunkt. Die Volkspartei verliert weiter auf nur noch 20 Prozent (2025: 22 Prozent) und wäre damit auch aktuell nur noch dritte Kraft im Land der Sonne.
Die scheint auch für die kleinste Partei im Landtag hell: Die Grünen um Vize-Landeschefin Anja Haider-Wallner können sich von 5,7 auf 6 Prozent verbessern. Der Wiedereinzug in den burgenländischen Landtag wäre aktuell keine Zitterpartie. Die Neos würden mit 3 Prozent an der Hürde scheitern.
Eine klare Sache für SPÖ-Frontmann Hans Peter Doskozil ist die (fiktive) Landeshauptmann-Direktwahl: Mit 63 Prozent würden ihn fast zwei Drittel seiner Landsleute direkt im Amt bestätigen, wenn sie dies könnten. ÖVP-Obmann Zarits (14 Prozent) liegt hier vor dem Freiheitlichen Petschnig (12 Prozent). Grünen-Chefin Anja Haider-Wallner würden sich 9 Prozent der Burgenländer am Chefsessel wünschen.
Nach einem Jahr Rot-Grün sagen 53 Prozent der Befragten, dass sich ihre Heimat in die richtige Richtung entwickelt. Insgesamt bewerten mehr als 57 Prozent die Arbeit der rot-grünen Landesregierung positiv.
Die Umfrage im Auftrag der Landeshauptmann-Partei zeigt zudem, welche Themen den Menschen besonders wichtig sind: Gesundheit, Teuerung sowie Zuwanderung und Grenzschutz. Besonders im Bereich Gesundheit bestätigt die Bevölkerung den eingeschlagenen Weg Doskozils: 61 Prozent bewerten die medizinische Versorgung als gut oder sehr gut. Gleichzeitig zeigt sich aber auch eine Sorge über die zukünftige Entwicklung. Eine Mehrheit von 54 Prozent hat Vertrauen in die Landespolitik bei der Sicherung der Gesundheitsversorgung.
Durchgeführt wurde die Umfrage vom Institut von Dr. Peter Hajek ("Public Opinion Strategies“) mit Befragungen im Zeitraum 2.-17. März 2026, Zielgruppe: burgenländische Bevölkerung ab 16 Jahren, Stichprobengröße: 802 Befragte, maximale Schwankungsbreite: ±3,5 %