Knapp 80 Millionen Euro fließen heuer aus dem Budget an die Parlamentsparteien. Große Verschiebungen gibt es dabei kaum – mit einer Ausnahme bei der SPÖ.
Insgesamt erhalten die Parteien 79,8 Millionen Euro aus Bundesförderungen, darunter Mittel aus Parteien-, Akademie- und Klubförderung. Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Summe nur leicht um rund 81.000 Euro. Grund dafür ist, dass 2026 lediglich die Klubförderung erhöht wird.
Den größten Anteil sichert sich die FPÖ mit 22,3 Millionen Euro. Dahinter folgen ÖVP mit 20,9 Millionen und SPÖ mit 17,7 Millionen Euro. Deutlich weniger erhalten Neos mit 9,7 Millionen sowie die Grünen mit 9,2 Millionen Euro.
Für die SPÖ gibt es jedoch einen finanziellen Rückschlag. Nach dem Ausscheiden von Elke Hanel-Torsch und dem Einzug von Christoph Matznetter in den Nationalrat sinkt der Frauenanteil der Partei auf 39 Prozent. Damit fällt der Bonus bei der Klubförderung für einen Frauenanteil von mindestens 40 Prozent weg. Das kostet die Sozialdemokraten heuer fast 124.000 Euro.
Die Klubförderung selbst wird ab Juli um 3,3 Prozent erhöht, analog zu den Beamtengehältern. Für 2026 ergibt eine Hochrechnung des Parlaments insgesamt rund 29,8 Millionen Euro. Davon entfallen etwa 7,6 Millionen auf die FPÖ, 7,4 Millionen auf die ÖVP, 6,6 Millionen auf die SPÖ, 4,1 Millionen auf die NEOS und 4,0 Millionen auf die Grünen.
Unverändert bleibt heuer die Parteienförderung, da die geplante Anpassung an die Inflation ausgesetzt wurde. Insgesamt werden dafür erneut 38 Millionen Euro ausgeschüttet: 11,6 Millionen für die FPÖ, 10,6 Millionen für die ÖVP, 8,5 Millionen für die SPÖ, 3,9 Millionen für die Neos und 3,5 Millionen für die Grünen.
Auch bei den Parteiapparaten gibt es keine Änderungen. Für die Akademien stehen weiterhin 12 Millionen Euro zur Verfügung. Davon gehen 3,1 Millionen an das Freiheitliche Bildungsinstitut, 2,9 Millionen an den ÖVP-Campus Tivoli und 2,6 Millionen an das Renner-Institut der SPÖ. Je 1,7 Millionen Euro erhalten die grüne Akademie FREDA sowie das Neos Lab.