Für die Ausgaben der Parteien im Wahlkampf gibt es strenge Regelungen: So muss eine Obergrenze für Wahlwerbungsaufwendungen eingehalten werden. Derzeit beträgt diese fünf Millionen Euro. Der Stadtrechnungshof hat die Aufgabe, zu überprüfen, ob diese Grenze eingehalten wird. Nun nahmen die Prüfer die Ausgaben für die vergangene Wien-Wahl im Frühjahr unter die Lupe.
Alle Parteien können aufatmen: Auch wenn manche knapp am Limit kratzten, wurde die Obergrenze doch von allen eingehalten. Die FPÖ mit Ausgaben von 4,8 Millionen Euro landete auf Platz 1 was die Höhe der Ausgaben angeht. Hier wurde am meisten für Außenwerbung ausgegeben – mit 1,18 Millionen Euro sogar noch mehr als bei den Roten. Besonders bekannt ist die FPÖ für ihre starke Online-Präsenz; hierfür wurden 454.231,25 Euro verwendet. Für Wahlkampfveranstaltungen gab die FPÖ laut den Rechnungshof-Prüfern 424.716,13 Euro aus.
Auf Platz zwei landete die SPÖ von Bürgermeister Michael Ludwig. Insgesamt wurden 4,78 Millionen investiert – am meisten für Außenwerbung. Ganze 1,13 Millionen Euro wurden für Plakatwerbung verwendet, während bei den parteieigenen Printmedien gespart wurde: Hierfür kamen "nur" 4.527,34 Euro des Budgets zum Einsatz. Wahlveranstaltungen kosteten die Roten übrigens 364.105,01 Euro.
Die Wiener Volkspartei liegt bei den Wahlkampfausgaben auf dem dritten Platz. Den größten Teil des Budgets von 3,85 Millionen Euro verwendete sie für mit dem Wahlkampf beauftragte Agenturen wie PR-Firmen oder Callcenter; auch wahlspezifische Meinungsforschung zählte dazu. Stolze 1,12 Millionen Euro wurden dafür verwendet. Für Wahlveranstaltungen gaben die Türkisen vergleichsweise wenig aus, nämlich nur 327.787,90 Euro.
Die Partei mit den zweitniedrigsten Ausgaben im Wahljahr 2025 waren mit 3,75 Millionen Euro die Grünen. Wie bei FPÖ und SPÖ konzentrierte man sich vor allem auf Außenwerbung und gab dafür 856.070,48 Euro aus. Auch online wurde kräftig geworben; hierfür wurden laut Stadtrechnungshof 746.194,94 Euro gezahlt. Vergleichsweise wenig wurde erneut für Wahlveranstaltungen ausgegeben: Die Grünen verwendeten dafür 196.275,33 Euro.
Eindeutig am weitesten von der Fünf-Millionen-Euro-Marke entfernt waren die Pinken. Nur knapp über die Hälfte, nämlich 2,75 Millionen Euro, wurde für den Wahlkampf verwendet. Den größten Teil davon gab man – wie bei vielen anderen Parteien auch – für Außenwerbung aus, und zwar 691.316 Euro. Auch für Werbung im Internet und für Folder wurde kräftig investiert und zwar 359.697 Euro beziehungsweise 319.516 Euro.