Alexander Zverev steht vor dem größten Meilenstein seiner Tennis-Karriere. Der 29-jährige Deutsche wird erstmals die Nummer eins der Weltrangliste. Nach dem überraschenden Ausscheiden seiner Konkurrenten Carlos Alcaraz und Ben Shelton beim ATP-Turnier in Shanghai ist dem Hamburger die Spitzenposition spätestens zum Saisonende nicht mehr zu nehmen.
Alcaraz musste sich im Sechzehntelfinale dem Belgier Zizou Bergs mit 5:7, 6:7 (4:7) geschlagen geben. Zuvor war bereits der US-Amerikaner Shelton gegen den Franzosen Arthur Géa ausgeschieden. Damit können beide Zverev, der heuer die French Open und die US Open gewonnen hat, nicht mehr überholen.
Aktuell steht noch Jannik Sinner an der Spitze der Weltrangliste. Der Südtiroler musste seine Saison wegen anhaltender Knieprobleme allerdings vorzeitig beenden. Dadurch kann er zahlreiche Punkte aus dem Vorjahr nicht verteidigen.
Zverev könnte bereits am 2. November die Führung übernehmen. Dafür müsste er entweder in Shanghai triumphieren und anschließend in Wien zumindest das Halbfinale erreichen oder in China ins Finale einziehen und das Turnier in Österreichs Hauptstadt gewinnen.
Mit dem Sprung an die Spitze tritt Zverev in die Fußstapfen von Boris Becker. Der heute 58-Jährige war 1991 insgesamt zwölf Wochen lang die Nummer eins der Welt. Zverev könnte diese Marke bereits Anfang 2027 übertreffen.
Becker hatte seinem Landsmann schon vor der endgültigen rechnerischen Gewissheit gratuliert. "Herzlichen Glückwunsch, Sascha!!!", schrieb der dreimalige Wimbledonsieger nach Sinners Saison-Aus.
Nach Shanghai stehen für Zverev der Six Kings Slam in Saudi-Arabien, das Turnier in Wien sowie das Masters in Paris und die ATP Finals in Turin auf dem Programm. Beim Einladungsturnier in Saudi-Arabien werden allerdings keine Weltranglistenpunkte vergeben.