Erst vor Kurzem geriet die Gewerkschaft GPA aufgrund eines Chat-Skandals in einer Jugendgruppe in Bedrängnis. Wie bereits berichtet, wurden damals zahlreiche frauenverachtende und sexualisierte Memes geteilt. Auch von hochrangigen Funktionärinnen sollen die Nachrichten gelesen worden sein.
Nun sind erneute Screenshots aus einer WhatsApp-Gruppe aus Oberösterreich aufgetaucht. Wie die "Krone" berichtet, sollen sie aus dem Jahr 2023 stammen. Damals wurde die Gruppe im Zuge einer Tagung der GPA-Jugend Oberösterreich im Hotel Aichinger in Nussdorf am Attersee eingerichtet.
In der Hauptrolle soll sich laut dem Bericht die nach Bekanntwerden des ersten Skandals entlassene GPA-Jugendsekretärin befinden. Sie soll damals geschrieben haben, dass man in der Gruppe neben Fragen und organisatorischen Dingen "natürlich" auch "jeden Scheiß" posten dürfe. Schwarzer Humor sei dabei willkommen.
Wie bestellt, so geliefert, könnte man sagen. Nach kurzer Zeit war die Gruppe voll von diskriminierenden Inhalten. Darunter befanden sich ein Hitler-Meme mit Holocaust-Bezug, rassistische Beschimpfungen, homophobe Beleidigungen, sexualisierte Bilder und weitere diskriminierende Inhalte, berichtet die "Krone".
Seitens der Gewerkschaft betonte man, nichts von der Gruppe gewusst zu haben und kündigte eine Aufarbeitung an. Demnach habe man einen Datenforensiker eingeschaltet. Dieser soll nun das Diensthandy der Ex-Mitarbeiterin durchforsten. Natürlich "im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten". Hinweise, wonach weitere GPA-Beschäftigte beteiligt waren, gebe es nicht.