Rekord-Temperaturen im März

Hitzekuppel – Gefahr für 70 Millionen Amerikaner

Klima-Chaos: Eine massive Hitzewelle bringt im Südwesten der USA Rekord-Temperaturen über 40 Grad - und das mitten im März.
Bernd Watzka
19.03.2026, 11:08
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Im Südwesten der USA spielt das Wetter völlig verrückt. Eine sogenannte Hitzekuppel sorgt aktuell für Temperaturen, die eher in den Hochsommer als in den März passen. Laut Meteorologen liegen die Werte teils 15 bis 30 Grad über dem langjährigen Schnitt.

Spitzenwerte bis 41 Grad

Rund 70 Millionen Menschen sind von der Hitze betroffen, warnen Meteorologen. In vielen Regionen klettert das Thermometer auf über 32 Grad, örtlich sogar über 38 Grad. Für Phoenix werden Spitzenwerte um 41 Grad erwartet - das würde bisherige Rekorde deutlich übertreffen. Schon jetzt wurden in mehreren US-Städten neue März-Bestwerte gemessen.

Hitze in Los Angeles, Las Vegas und Denver

Auch in Las Vegas purzeln die Rekorde. Dort wurden bereits 34 Grad erreicht, weitere Höchstwerte sind in Sicht. In Los Angeles sind Temperaturen um die 37 Grad angekündigt. Selbst Städte wie Denver oder Salt Lake City könnten neue Rekordmarken knacken.

"Keine typische Märzwärme"

Experten sprechen von einer ungewöhnlichen Wetterlage. "Das ist keine typische Märzwärme", sagt Tyler Roys, Meteorologe beim US-Dienst AccuWeather. "Millionen Menschen erleben derzeit Hitze, die normalerweise erst Ende April, im Mai oder sogar im Juni auftritt." In manchen Regionen werde der Frühling praktisch übersprungen und direkt in den Sommer gewechselt.

Gefahr von Kälteschocks in Gewässern

Die extreme Hitze bringt auch zahlreiche Gefahren. Der Stromverbrauch steigt massiv, weil Klimaanlagen auf Hochtouren laufen. Gleichzeitig drohen gesundheitliche Risiken wie Hitzekollaps oder Hitzschlag - vorwiegend bei älteren Menschen.

Besonders tückisch: Trotz heißer Luft bleiben Gewässer eiskalt. Wer ins Meer oder in Bäche springt, riskiert einen Kälteschock. Dazu kommt erhöhte Waldbrandgefahr, weil trockene Luft und starke Winde das Buschwerk schnell austrocknen.

Extremwetter und Klimawandel

Zur Info: Einzelne Extremereignisse lassen sich meist nicht auf eine einzelne Ursache zurückführen. Fakt ist laut UN-Weltklimarat: Durch die Klimakrise werden Extremwetterereignisse wie Hitzewellen, Überschwemmungen und Stürme häufiger und intensiver. Das heißt: Niederschläge und Stürme werden stärker, Hitzewellen heißer und Dürren trockener.

{title && {title} } bw, {title && {title} } Akt. 19.03.2026, 11:25, 19.03.2026, 11:08
Jetzt E-Paper lesen