Das Wetter in den Vereinigten Staaten spielt derzeit völlig verrückt. Während in Hawaii tagelang heftiger Regen niedergeht, drohen im Westen Temperaturen von über 38 Grad. Gleichzeitig bringen zwei starke Sturmsysteme in den nördlichen Bundesstaaten meterhohen Schnee.
Besonders im Südwesten der USA sorgt eine ungewöhnlich frühe Hitzewelle für Aufregung. Meteorologen erwarten eine sogenannte Hitzeglocke, die sich über der Region festsetzt und für extreme Temperaturen sorgt.
In Phoenix könnten die Werte bis auf 42 Grad steigen. So früh im Jahr wurden solche Temperaturen dort in den vergangenen 137 Jahren noch nie gemessen. Auch in Los Angeles suchen Menschen in Shorts und Tanktops Schutz im Schatten.
Während der Südwesten schwitzt, sorgt der Polarwirbel im Mittleren Westen und im Osten für eisige Temperaturen. Das Wettersystem, das normalerweise kalte Luft am Nordpol festhält, schickt derzeit arktische Kälte weit in die USA.
In Städten wie Minneapolis und Chicago werden Temperaturen teils unter dem Gefrierpunkt erwartet. Im Nordosten könnten die Werte sogar auf bis zu minus zehn Grad fallen.
Zusätzlich ziehen zwei starke Sturmsysteme entlang der nördlichen Grenze der USA. Besonders rund um die Großen Seen rechnen Meteorologen mit enormen Schneemengen. Teilweise könnte bis zu eineinhalb Meter Schnee fallen. Das zweite Sturmsystem könnte sich dabei so rasch verstärken, dass Meteorologen von einem sogenannten Bombenzyklon sprechen.
Auch Alaska und das Hawaii-Archipel bleiben vom Wetter-Chaos nicht verschont. In Alaska wurde es deutlich kälter als üblich, während auf Hawaii ein sogenannter atmosphärischer Fluss für massive Regenfälle sorgt. Auf der Insel Oahu gilt bereits eine Warnung vor Sturzfluten.
Experten erwarten in den kommenden Tagen extreme Wetterlagen in allen 50 Bundesstaaten. Bereits Anfang März hatten Tornados in mehreren Regionen mindestens acht Menschenleben gefordert.