Andere treffen beim Abendsport auf Hundebesitzer oder Radfahrer – Christian Partoll, FP-Bürgermeister von Ansfelden (Bez. Linz-Land) begegnete einem riesigen Teddy. "In der Ansfeldner Kremsau spielt sich derzeit etwas höchst Mysteriöses ab", schreibt der Ortschef auf Facebook. Doch bei der gemütlichen Rast auf der Sitzbank blieb es nicht.
Denn der Plüschgast wechselt offenbar regelmäßig seine Sitzbank. "Heute Bank Nummer 1, morgen plötzlich ein paar Meter weiter", schildert der Bürgermeister auf Facebook. Wer hinter den Umzügen steckt, wisse er nicht. Auch die Herkunft des Teddys ist ihm ein Rätsel. Seine nicht ganz ernst gemeinte Frage: "Geht er nachts tatsächlich spazieren?"
Der Ortschef schaute sich die Sache selbst an – mit überschaubarem Erkenntnisgewinn: "Ergebnis meiner Ermittlungen: Ich weiß genauso wenig wie vorher." Die bisherige Spurenlage fasst er so zusammen: "Keine Fußspuren. Kein Bekennerschreiben. Keine Nachricht."
Eine mögliche Erklärung hat der Bürgermeister dennoch: "Vielleicht ist es einfach jemand, der den Spaziergängern ein Lächeln schenken möchte. Und ehrlich gesagt: Das funktioniert." Der Teddy sorgt laut Stadtchef mittlerweile für reichlich Gesprächsstoff und ist schon in zahlreichen Facebook-Posts aufgetaucht.
Am Samstag kam dann ein weiterer Sitzplatz dazu – diesmal mit Lenker. "Heute durfte unser Ansfeldner Bär sogar auf der Bürgermeister-Vespa Platz nehmen!", schrieb der Ortschef. Die Nähe zur Stadtspitze brachte allerdings auch keine Aufklärung. Deshalb bittet der Bürgermeister die Ansfeldner um Hinweise: Wo kommt der Bär her? Wer setzt ihn um? Und wo taucht er als Nächstes auf? "Ich bleibe jedenfalls dran", verspricht Partoll.