Der Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) hatte in der ORF-Pressestunde auf eine Strafmündigkeit für Zwölfjährige gepocht. Sein Parteikollege Dörfel (ÖVP) stößt jetzt einmal mehr ins gleiche Horn.
Er unterstütze die Forderung, die Strafmündigkeit von derzeit 14 Jahren zu senken. Dörfel fordert das seit längerem und sieht sich durch den Vorstoß bestätigt.
"Strafmündig zu sein bedeutet, das Unrecht seiner Tat einzusehen und entsprechend zu handeln. Auch 13-Jährigen muss klar sein, was erlaubt ist und was nicht", sagt der Landesrat. Wer schwere Gewalttaten begehe, müsse spürbare Konsequenzen erfahren – "unabhängig davon, ob er wenige Monate vor oder nach seinem 14. Geburtstag steht".
Es gehe ausdrücklich nicht darum, Kinder wie Erwachsene zu bestrafen, so Dörfel. Vielmehr brauche es altersgerechte Konsequenzen, verpflichtende Maßnahmen und die Möglichkeit, frühzeitig einzugreifen.
„Wir müssen kriminelle Karrieren frühzeitig stoppen und mögliche weitere Opfer schützen.“Christian DörfelJugend-Landesrat (ÖVP)
"Gutes Zureden alleine reicht nicht aus. Wir müssen kriminelle Karrieren frühzeitig stoppen und mögliche weitere Opfer schützen. Deshalb braucht es die Senkung der Strafmündigkeit auf zwölf Jahre", sagt der Politiker.