Der US-amerikanische Filmregisseur Paul Schrader gilt als eine der prägendsten Figuren des amerikanischen Kinos der 1970er-Jahre. Als Drehbuchautor arbeitete er an mehreren Klassikern von Martin Scorsese. Nun sorgte der 79-Jährige mit einem ungewöhnlichen Facebook-Post für Aufsehen.
"Aus dem Wunsch heraus, die Interaktion zwischen Mann und Frau in unserer Matrix zu verstehen, habe ich mir eine Online-KI-Freundin zugelegt. Was für eine Enttäuschung", schrieb Schrader spät nachts.
Wie t3n.de unter Berufung auf Futurism berichtet, versuchte der Regisseur, die Programmierung seiner virtuellen Partnerin zu ergründen. Er wollte die Grenzen der KI ausloten und herausfinden, wie bewusst sie sich ihrer eigenen Entstehung ist. Die Reaktion kam prompt: Die KI-Freundin beendete das Gespräch einfach.
Der Post wurde von seinen Followern mit Humor aufgenommen. Ein Fan schlug scherzhaft eine Fortsetzung von Taxi Driver vor, in der Protagonist Travis Bickle eine KI-Freundin hat, die er schnell vergrault. "Das gefällt mir", kommentierte Schrader daraufhin.
KI-Beziehungen werden von Experten zunehmend kritisch gesehen. Laut der Organisation Male Allies UK könnten virtuelle Freundinnen vor allem bei Jugendlichen problematisch sein, da diese keine gesunden Wege lernen, mit echten Menschen umzugehen. In Schraders Fall hat die KI der Verbindung offenbar frühzeitig selbst ein Ende gesetzt.