Ärger für Landwirte

Facebook-Post: So wird Erdäpfel-Handel illegal

Ein dänischer Bauer bot Pflanzerdäpfel auf Facebook an – und landete vor Gericht. Der Fall zeigt: Auch bei uns gelten strenge Regeln.
Digital  Heute
20.05.2026, 20:33
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Erdäpfel online kaufen oder verkaufen klingt simpel. Doch ein aktueller Fall aus Dänemark zeigt, dass dabei schnell rechtliche und gesundheitliche Risiken übersehen werden.

Ein Landwirt hatte in einer Facebook-Gruppe 200 Kilogramm Pflanzerdäpfel der Sorte "Solist" angeboten. Das Problem: Diese Sorte ist sortenrechtlich geschützt.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Wie "Chip" berichtet, wertete die Organisation Breeders Trust den Facebook-Beitrag als Verletzung der Züchterrechte. Der Fall landete vor dem dänischen See- und Handelsgericht und endete mit einem Vergleich samt Schadenersatz.

Strenge Regeln auch in Österreich

Der Fall macht ein grundsätzliches Problem deutlich: den zunehmenden Handel mit Pflanzerdäpfel über Online-Plattformen, oft ohne ausreichende Kenntnis der Vorschriften.

Der Sortenschutz für Kartoffeln gilt 30 Jahre lang. Nur der Sortenschutzinhaber darf entscheiden, wer eine Sorte vermehren und damit handeln darf.

Gesundheitsrisiko durch unkontrollierten Handel

Neben den rechtlichen Aspekten gibt es auch gesundheitliche Bedenken. Der freie Handel mit Pflanzerdäpfel kann zur Verbreitung von Kartoffelkrankheiten führen.

Experten empfehlen daher, nur zertifizierte Pflanzkartoffeln zu verwenden. Diese unterliegen strengen Kontrollen und reduzieren das Risiko von Krankheitserregern deutlich.

Für den Handel über Online-Plattformen gilt: Fehlende Kenntnis der Regeln schützt nicht vor möglichen Konsequenzen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 20.05.2026, 20:33
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen