Die Vorfreude auf die erste WM-Teilnahme seit vier Jahrzehnten bekam für den Irak einen heftigen Dämpfer. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, wurde Nationalstürmer Aymen Hussein nach seiner Ankunft in den USA stundenlang von den US-Behörden verhört.
Der 30-Jährige war Anfang April noch der große Held seines Landes. Mit seinem entscheidenden Treffer im Playoff gegen Bolivien schoss er den Irak als letztes der 48 Teams zur Weltmeisterschaft 2026. Nun wurde ausgerechnet um seine Teilnahme einige Stunden lang gezittert.
Laut einem dem Team nahestehenden Vertreter des irakischen Olympischen Komitees wurde Hussein am Flughafen O'Hare in Chicago beinahe sieben Stunden lang von den US-Behörden festgehalten. Während der Befragung soll auch sein Mobiltelefon kontrolliert worden sein. Erst danach durfte der Torjäger offiziell einreisen. Aber: Der Angreifer hatte sogar noch Glück. Für ein anderes Teammitglied kam es sogar noch schlimmer.
Nationalteam-Fotograf Talal Salah wurde dem Bericht zufolge sogar mehr als zehn Stunden lang festgehalten. Auch bei ihm sollen die Behörden das Handy überprüft haben. Am Ende folgte die härteste Entscheidung: Die US-Behörden verweigerten Salah die Einreise komplett und schickten ihn zurück.
Für den Irak hat die WM 2026 einen besonderen Stellenwert. Erstmals seit 1986 steht die Nationalmannschaft wieder auf der größten Fußball-Bühne der Welt. Damals war in Mexiko allerdings bereits nach der Gruppenphase Endstation.
Auch diesmal wartet eine Mammut-Aufgabe auf den Außenseiter. In Gruppe I trifft der Irak auf Norwegen, Frankreich und Senegal. Das erste Spiel steigt in der Nacht auf den 17. Juni gegen Norwegen in Boston. Danach geht es gegen Mitfavorit Frankreich in Philadelphia, ehe zum Abschluss der Vorrunde das Duell mit Senegal in Toronto folgt.